Checking Out Kritik

1988 überraschte er mit seinem feurigen Debütfilm “Wish You Were Here“. 1989 enttäuscht er mit seiner zweiten Arbeit „CHECKING OUT“ von David Leland (USA 1989; 96 Minuten; Start D: 06.07.1989). In der geht es um einen eingebildeten Kranken.

Der heißt Ray, ist Mitte dreißig, hat einen guten Job, eine nette Familie und fühlt sich sterbenselend. Sein gleichaltriger Freund ist gerade gestorben. also glaubt Ray, dass auch er sein Leben völlig umstellen muss, um noch ein Chance für ein paar gute Lebensjahre zu haben. Und nervt fortan mit seinen Neurosen und Depressionen nicht nur sein privates und berufliches Umfeld und einige Ärzte, sondern auch uns im Parkett. Denn so zäh und dämlich ist schon lange keine Story mehr erzählt worden.

“Checking Out“ will komisch sein und wirken. Macht sich lustig über einen armen Irren und artet dann sogar zu einer Operette über das Leben “danach“ aus. Komisch? Nein. Die Lacher bei der Pressevorführung war 2:30 verteilt, 2 konnten sich gar nicht beruhigen, die anderen schwiegen peinlichst berührt. Das ist kein Qualitätsmerkmal, gibt aber die Wirkung des Films treffend wieder.

Jeff Daniels und Melanie Mayron strampeln sich in den Hauptrollen vergebens ab, “Checking Out“ sollte man wörtlich nehmen: Vor
dem Kinobesuch wird gewarnt (= 1 PÖNI).