Charlie – Alle Hunde kommen in den Himmel Kritik

Der Amerikaner Don Bluth war einst Zeichner und Regisseur in den Disney-Studios. 1979 machte er sich mit Kollegen selbständig, um eigene Ideen und Filme zu verwirklichen. In den Jahren 1980 bis 82 entstand „Mrs. Brisby und das Geheimnis von Nimh“, die phantasievolle wie flache Geschichte um eine Feldmaus. Danach schaltete sich Steven Spielberg in die Teamarbeit um Don Bluth mit ein. Das Ergebnis kam 1986 heraus: „Feivel, der Mauswanderer“. 1987 zog Bluth nach Irland um, wo in Dublin eigene Studios entstanden. „In einem Land vor unserer Zeit“ war im Vorjahr ein neuer Kassenhit, der das
Schicksal eines kleinen Dinosauriers beschrieb.

Mit „CHARLIE – ALLE HUNDE KOMMEN IN DEN HIMMEL“ von Don Bluth (B+R; USA 1989; M: Ralph Burns; 89 Minuten; Start D: 29.03.1990); dem neuesten Streich aus dem produktiven Hause von Don Bluth, wurde erstmals ein ganz schwacher Zeichentrickfilm hergestellt.

Story: Ein schlitzohriger Straßenköter bricht mit seinem Dackel-Kumpel aus dem Hundegefängnis von New Orleans aus. Sucht seinen alten Partner auf, der ihn einst schon linkte und das jetzt wieder versucht. Doch der Aufenthalt im Hundehimmel ist nur kurz, dann geht‘s wieder zurück auf die Erde, wo unter Mithilfe eines netten kleinen Waisenmädchens Rabatz gemacht und Rache genommen wird. „Charlie – Alle Hunde kommen in den Himmel“ ist, zumindest in der deutschen Kinofassung, ein sehr grober, lauter und wenig vergnüglicher Spaß. Ab und an wird die sowieso schon wirre Dramaturgie durch belanglosen Singsang unterbrochen, während die Figuren nicht sehr reizvoll sind. Charlie wird von Harald Juhnke gesprochen und gesungen, im Original ist Burt Reynolds der Stimmengeber. Weitere deutsche Interpreten: Andreas Mannkopf, Roberto Blanco und Wolfgang Dehler.

Fazit: Für Kinder zu brutal, für die Anderen zu doof und banal. „Charlie – Alle Hunde kommen in den Himmel“ ist ein Animationsflop (= 1 PÖNI).