Chaoten-Cop Kritik

Der Originaltitel lautet “Heart Condition“, der blöde deutsche

DER CHAOTEN-COP“ von James D. Parriott (B+R; USA 1990; 100 Minuten; Start D: 05.07.1990).

Bob Hoskins spielt den Polizisten Moony, der viel zu hektisch und aggressiv seine Arbeit macht, sich ständig gegenüber allen laut und schlecht benimmt und außerdem viel zu fett isst, zu viel säuft und raucht. Kein Wunder, dass Moony eines Tages umkippt. Das Herz. Ein Spender ist schnell gefunden, und es ist ausgerechnet das seines ärgsten schwarzen Feindes. Eines modischen Ganoven namens Napoleon Stone, der zur gleichen Zeit gekillt wurde, als Moony umfiel. Nun also trägt der weiße Rassist das Herz eines Schwarzen in seiner Brust und muss auch noch mit dessen ständig anwesendem Geist auskommen. Alles klar?

“Der Chaoten-Cop“ ist eine im wahrsten Sinne schwarze, amüsante Komödie. Dabei geht es um Liebe und Hiebe, das ‚Kleider machen Leute‘-Spiel, um die Lösung eines kniffligen Kriminalfalles. Bob Hoskins, einer der derzeit besten Leinwand-Schauspieler überhaupt, trägt Film und Stoff voll und ganz Ihm zuzusehen, bereitet ebenso viel Spaß wie schon bei “Falsches Spiel mit Roger Rabbit“, “Mona Lisa“ oder “Rififi am Karfreitag“. Auch wenn es gegen Ende zu lang wird, “Der Chaoten-Cop“ ist trotz des schlimmen Titels eine urige Unterhaltungsshow (= 3 ½ PÖNIs).