Captain Alatriste DVD-Kritik

In dieser Woche kommt ein „ganz großer“ Spielfilm in deutscher ERSTVERÖFFENTLICHUNG auf DVD heraus; war also hierzulande – unverständlicherweise – vorher NICHT im Kino zu sehen. Es handelt sich dabei um die, mit rd. 24 Millionen EURO, teuerste spanische Produktion aller Zeiten, die mit 3 spanischen „Oscars“, den „Goyas“, ausgezeichnet wurde. Titel:

CAPTAIN ALATRISTE“ von Augustin Díaz Yanes (Spanien 2006; 145 Minuten; DVD-Veröffentlichung: 08.11.2007); basierend auf den fünf legendären Abenteuerbüchern von ARTURO PÉREZ-REVERTE.

Der heute 55jährige Pérez-Reverte ist spanischer Journalist und Schriftsteller. Seit 1991 schreibt er regelmäßig Kolumnen in der Zeitschrift „El Semanal“, einer Wochenendbeilage, die in 25 spanischen Tageszeitungen erscheint. Mittlerweile ist er weltweit einer der meistübersetzten spanischen Autoren. Sein wohl bekanntestes Werk, „Der Club Dumas“, wurde 1999 von Roman Polanski unter dem Titel „Die neun Pforten“ mit Johnny Depp verfilmt. Desweiteren wurde sein 1993 mit dem „Grand Prix de litérature policière“ prämierter Roman „Geheimnis der schwarzen Dame“ mit Kate Beckinsale unter dem Titel „Geheimnisse“ verfilmt.

2006 nun wurde schließlich seine in Spanien sehr populäre „Alatriste-Reihe“ adaptiert: 1996 erschien der erste Band, der im Spanien des frühen 17. Jahrhundert angesiedelt ist.

Titelheld dieser „Mantel-und-Degen“-Geschichten ist DIEGO ALATRISTE, ein Veteran der spanischen Infanterie, der sich als Detektiv, bezahlter Killer und Söldner durchschlägt. Seine Abenteuer werden aus der Sicht seines Burschen, Ínigo Balboa, erzählt. Einerseits geht es darin um den Verfall des spanischen Weltreichs zum Ende des sog. „Goldenen Zeitalters“, andererseits werden fiktive Figuren wie reale historische Personen vermischt. (Zum Beispiel trifft sich Alatriste regelmäßig mit dem Dichter Francisco de Quevedo in einer Madrider Taverne).

Nun also der monumentale Film. Mit prächtigen Bildern, gigantischen Action-Motiven, großen Emotionen. Spanien also im 17. Jahrhundert: Der prunkvolle Hof, ausschweifende Feste, finstere Gassen, schummrige Tavernen. Thema: Intrigen, Liebe, Morde, die Macht, ihre dunklen Herrscher und die daraus resultierenden vielen Folgen von kriegerischen Auseinandersetzungen und gefährlichen Duellen. Ein Mann in geheimer Mission.

„CAPTAIN ALATRISTE“ ist ein prachtvolles, grandios-bildergewaltiges Historien-Epos über das abenteuerliche Leben eines außergewöhnlichen Mannes und Ersatz-Vaters, der zum Helden Spaniens aufsteigt. Motto: Zwischen Musketier-Romantik und beeindruckender Pyrotechnik entwickelt sich ein Spannungswerk von außergewöhnlichen Dimensionen. Das mit großem monumentalem HOLLYWOOD-KINO jederzeit durchaus/bestens mithalten kann. Nach Hauptrollen in den „Der Herr der Ringe“-Filmen (als Aragorn), in „Hidalgo“ und „A History of Violence“ (von David Cronenberg) beweist der New Yorker VIGGO MORTENSEN einmal mehr seine (auch psychologische) Charakter-Klasse als triumphaler Action-Hero. Der älteste von drei Söhnen eines dänischen Geschäftsmanns und einer Amerikanerin, der am letzten Samstag 49 wurde, beherrscht die Szenerie nach Belieben. Als kraftvoller, nobler Sympathieträger-Kämpfer ebenso wie als stolzer, verletzlicher Lover. An seiner Seite u.a.: Die auch bei uns bekannten Akteure Eduardo Noriega und Ariadna Gil („Pans Labyrinth“). „CAPTAIN ALATRISTE“ ist ein GANZ heißer Unterhaltungs-Tanz von historischem Spannungsfilm.

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