Brücke nach Terabithia Kritik

DIE BRÜCKE NACH TERABITHIA“ von Gasbor Csupo (USA 2007; 96 Minuten; Start D: 01.03.2007); ist das Regie-Debüt des amerikanischen Trickfilm-Produzenten („Rugrats – Der Film“), basiert auf einem 1978 erschienenen Roman der Kinderbuch-Autorin Katherine Paterson (in Deutschland: „Die Brücke in ein anderes Land“) und ist kein Fantasyfilm, wie es die Werbung und der Trailer zu vermitteln versuchen, sondern eine sensibel-spannende Parabel über eine dicke Freundschaft und die Macht der Phantasie.

Irgendwo in einem Kaff: Zwei 11jährige Nachbarkinder, Jess + Leslie, werden von ihren vielbeschäftigten Eltern vernachlässigt. In der Schule werden sie gehänselt, grenzt man sie gerne als „Spinner“ aus. Während Jess sich Anerkennung als schnellster Läufer erhofft, gewinnt ausgerechnet das einzige Mädchen das Wettrennen: Leslie. Die beiden Außenseiter werden Freunde. Denn eines verbindet sie ungemein: Beide besitzen viel Phantasie und eine kreative Begabung. Gemeinsam „finden“/entdecken sie für sich die Phantasiewelt Terabithia. Wo sie sich, gemeinsam mit magischen Waldbewohnern, gegen dunkle Fabelwesen, die wie ihre Schulhof-Feinde aussehen, zu bewähren haben. Doch dann holt sie die Wirklichkeit auf eine unerwartet traurige Weise ein.

Kein Fantasyfilm also, sondern ein REAL-Film mit wenigen Trick-Motiven und Spezialeffekten, der sich ganz auf sein EIGENTLICHES Thema konzentriert: Der schwierig-anrührende Kosmos des Erwachsenwerdens. Mit: Viel zu beschäftigten Eltern, Mobbing in der Schule, finanziellen/existenziellen Nöten, den persönlichen Unsicherheiten. Und der kurzen kindlichen „Gegenwehr“ in Form von Phantasie als alternative Gegenwelt.

Ein schöner Film, erinnernd an Klassiker wie „Stand by me – Das Geheimnis eines Sommers“ (1986) oder „My Girl – Meine erste Liebe“ (1991). Glaubhaft wie einfühlsam erzählt. Die jungen Hauptakteure ANNA SOPHIA ROBB („Winn- Dixie – Mein zotteliger Freund“) und JOSH HUTCHERSON („Die Chaoscamper“) heben sich erstaunlich wie sympathisch von den gängigen Klischee-Gören Hollywoods ab. Wie überhaupt das gesamte ENSEMBLE-hier angenehm unangestrengt-„behutsam“ mit der feinen Außenseiter-Ballade „umzugehen“ weiß (= 4 PÖNIs).