Blutiger Auftrag Heimkino

ER hat zwischen 1977 und 1984 viel mit George Lucas und Steven Spielberg in Sachen Visuelle Effekte und Szenenbild zusammengearbeitet, als DIE die ersten drei „Star Wars“-Spektakel und die ersten beiden „Indiana Jones“-Abenteuer konzipierten und realisierten. Wandte sich Ende der 1980er Jahre dann selbst der Regie zu und konnte mit Fantasy-Späßen wie „Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft“, „Rocketeer“, „Die Abenteuer des jungen Indiana Jones“ und „Jumanji“ punkten. Weiter Filme des am 13. Mai 1950 im texanischen Forth Worth geborenen Designers, Konzeptkünstlers und Regisseurs JOE JOHNSTON sind „October Sky“ (1999), „Jurassic Park III“ (2001), „Hidalgo – 3000 Meilen zum Ruhm“, „Wofman“ sowie schließlich 2011 „Captain America – The First Avenger“. Sein neuester Film heißt im Original „Not Safe for Work“, ist ein Low Budget-Thriller, stammt aus dem Jahr 2012 und hatte jetzt „deutsche Erstaufführung“ im Heimkino:

BLUTIGER AUFTRAG“ von Joe Johnston (USA 2012; B: Adam Mason, Simon Boyes; K: Jonathan Taylor; M: Tyler Bates; 74 Minuten; Heimkino-Veröffentlichung: 11.12.2014).

„Stirb langsam“, ein bisschen kleiner gefahren, sozusagen auf Sparflamme. Aber ziemlich unterhaltsam. Spannend. Wir befinden uns in einem Hochhaus in Chicago, im 34. Stock. Hier ist der Sitz einer renommierten Anwaltskanzlei, und hier ist, besser war, „Tom“, Thomas Miller (MAX MINGHELLA), als Kanzlei-Gehilfe tätig. Als er zu einem brisanten Fall um ein mächtiges Pharmaunternehmen – etwas überambitioniert – eigene Gedanken äußert, schmeißt ihn sein Boss („Jeder Fall hat seinen eigenen Markt im Kanzleiwesen“) von jetzt auf gleich ´raus. Tom ist dabei, seine Sachen zusammenzupacken, als er Zeuge wird, wie ein Killer (JJ FEILD) auftaucht, um Kanzlei-Kollegen zu eliminieren. Ohne aber dabei IHN zu entdecken. Das alte Spiel kann beginnen: Gewitzter Assi gegen skrupellosen Berufsmörder. Wobei sich der Nachwuchs (sozusagen Enkel von John McClane/Bruce Willis) als pfiffiges Kerlchen erweist. Natürlich. Und nebenbei auch noch einer fiesen Verschwörung auf die kriminellen Schliche kommt.

Konventionelles Kino, mit interessanten Wendungen, raffinierten Motiven („Jeder Anwalt hat seinen Preis“) und einer soliden Typen-Platzierung. Ohne Mega-Stars und überzogenem, hysterischem Krawall wird hier ordentliches Spannungskino zelebriert. Zum „schnellen Reinziehen“ (Laufzeit: 74 Minuten) bestens geeignet:

Blutiger Auftrag“ ist ein lakonischer Thriller zum Chillen.

Anbieter: „Universal Pictures Germany“