Blues Brothers

BLUES BROTHERS“ von John Landis (Co-B + R; USA 1979; Co-B: Dan Akroyd; K: Stephen M. Katz; M: Ira Newborn; 133 Minuten; Start D: 17.10.1980).

„Es sind 106 Meilen bis Chicago, wir haben genug Benzin im Tank, ein halbes Päckchen Zigaretten, es ist dunkel und wir tragen Sonnenbrillen“: Wenn der Begriff KULTFILM überhaupt jemals wirklich „stimmte“, dann hier. Bei diesem KULT-Klassiker. Mit den Brüdern Jake & Elwood Blues (JOHN BELUSHI & DAN AYKROYD; mit ihren adäquaten deutsche Stimmen: RAINER BASEDOW &THOMAS DANNEBERG). Die in dezenten schwarzen Anzügen, schwarzen Krawatten, schwarzen Hüten und mit schwarzen Sonnenbrillen unterwegs „im Auftrage des Herrn“ und nicht aufzuhalten sind. Schließlich: Sie haben Rock ’n‘ Roll-Nitro im „Soul Men“-Blut. Motto: „Everybody needs somebody to Love“!

Eine zerbrochene Timex-Digitaluhr, ein unbenutztes Präservativ, ein benutztes: Jake Blues nimmt seine Habseligkeiten, macht drei Kreuze auf das Formular bei seiner Knast-Entlassung. Draußen wartet ein ausgedienter Polizeiwagen, ein schwarz-weiß gestreifter Dodge, Model Monaco 440 des Baujahres 1974, mit Bruder Elwood. Die „Blues Brothers“ sind wieder vereint. Was bedeutet: Chicago ist fortan nicht mehr sicher. Ihr erster Weg, begleitet durch ihre Erkennungsmusik, dem berühmten „PETER GUNN“-Thema, führt sie in jenes christliche Waisenhaus, in dem sie einst unter der Fuchtel von Schwester Mary (KATHLEE FREEMAN) aufwuchsen. Der Stätte droht die Schließung. Mangels Kapital.

Bei den Brüdern reift DIE Idee: Die alte Band wieder zusammentrommeln, um binnen 11 Tagen das notwendige Kleingeld von 5.000 Dollar für das Finanzamt aufzutreiben. Das Problem: Die Band-Typen sind in alle Himmelsrichtungen zerstreut. Also geht es ab mit dem Blues-Mobil. Im zunehmenden Schlepptau bei diesem immer irrwitziger werdenden Trip: Eifersüchtige, militante Ladies (darunter CARRIE FISHER mit einer M-79-Panzerfaust), eine wachsende genervte Polizei-Schar; einmal mehr bekloppte Nazis; eine geleimte Western- & Country Band. Die Zeit wird eng, die Anzahl der zerstörten Autos immer umfangreicher.

Ein zeitloses Dynamit-Movie. In der explosiven Mischung aus Blues, Rock, Slapstick-Gags, Zuhauf-Action und unverfrorenen Titel-Helden. Die auf Klasse musikalische Unterstützung wie CAB CALLOWAY („Minnie the Moocher“), ARETHA FRANKLIN, RAY CHARLES, JAMES BROWN , JOHN LEE HOOKER, CHAKA KHAN ebenso setzen können wie auf Nebenrollen-Promis wie Steven Spielberg, Twiggy, Frank Oz, John Candy, Charles Napier und Henry Gibson. Eine Vollblut-Show, die natürlich mit und im „Jailhouse Rock“ für ein zünftiges Elvis-Rock-Finale sorgt.

Ein herrlich irrer Dauer-Hit in der Film-Geschichte: „BLUES BROTHERS“ (= 5 PÖNIs).

BLUES BROTHERS 2000“ von John Landis (Co-B + R; USA/Kanada 1997; Co-B: Dan Aykroyd; K: David Herrington; M: Paul Shaffer; 123 Minuten; Start D: 11.6.1998).

18 Jahre hat das Comeback auf sich warten lassen. „Bruder“ John Belushi und – als Vater-Ersatz – Cabe „Curtis“ Calloway sind inzwischen gestorben. JOHN GODDMAN als singender Barkeeper „Mighty Mack McTeer“ betritt die Brother-Arena. Dazu: Der 10jährige Buster Blues (J. EVAN BONIFANT), der unter Vormundschaft steht. Und von Elwood auf diesen neuerlichen Trip mitgenommen wird. Ansonsten kopiert man das Original. DIE BAND soll wieder zusammengeholt werden; Verfolgungsjagden halten die Story zusammen; die Fortführung setzt auf viel mehr Show (anstatt Story). Was bedeutet, dass die Tanz-Nummern ebenso ausgebaut wurden wie das „Blues Brothers-Mobil“ „erweitert“ wurde, das nun wahre Wunderdinge vollbringt wie zum Beispiel eine Tauchfahrt an Polizeisperren vorbei.

Überhaupt – die surrealen Szenen sind noch viel abgedrehter als beim Original. Eigentlich wollte man für diese hauptsächlich (wegen der Kosten) in Kanada entstandene Produktion James Belushi engagieren, den Bruder von John, der aber kam aus dem Vertrag mit einer TV-Serie nicht heraus, also wurde John Goodman verpflichtet, dessen Ulk-Potential aber längst nicht ausgereizt wird.

Wirkungsvoll sind einmal mehr die Gast-Auftritte von Blues-Legenden wie James Brown, Aretha Franklin, B.B. King, Wilson Picket und Bo Diddley sowie nun auch von ERIC CLAPTON und STEVE WINWOOD. Schlussendlich wird es magisch, wenn in der Baptistenkirche Tänzer artistische Flugnummern vorführen und die Blues Brother in Louisiana vor der 130jährigen Voodoo-Queen Mousette (ERYKAH BADU) sich bewähren müssen.

„Blues Brothers 2000“ ist ein typischer Nur-Fortsetzungs-Film (= 3 ½ PÖNis).

SIE sind wieder da: Die legendären „BLUES BROTHERS“. Alias JOHN BELUSHI & DAN AYKROYD. Sind erneut im „Namen des Herrn“ unterwegs. In dem gleichnamigen KULT-Klassiker von 1980. Wenn der Begriff KULT-Film überhaupt jemals zutrifft, dann unbedingt hier:

BLUES BROTHERS“ von John Landis (Co-B + R; USA 1979; Co-B: Dan Aykroyd; K: Stephen M. Katz; M: Ira Newborn; The Blues Brothers; 148 Minuten; Start D: 17.10.1980; Video: 1990; DVD: 05.04.2001; Extended Version Edition: 08.09.2016).

Warum das alles? Jetzt? Hier und heute? Über 35 Jahre nach Entstehen? Weil: Dieses in der Mischung aus Blues, Rock & Slapstick-Krawall bestehende, wahnsinnig fetzende wie zeitlose DYNAMIT-MOVIE soeben ERWEITERT neu herausgekommen ist. In einer mit 4 Discs ausgestatteten und Ton-mäßig modern herausgeputzten EXTENDED VERSION DELUXE EDITION.

Mit zusätzlichen 15 Kinofilm-Minuten, die bisher nur im Originalton vorhanden waren und nun mit den deutschen Brother-Originalstimmen von einst, RAINER BASEDOW (John Belushi) und THOMAS DANNEBERG (Dan Aykroyd), nachsynchronisiert wurden. Mit dem Fortsetzungsfilm „Blues Brothers 2000“; mit Erinnerungen an John Belushi; mit einem 48seitigen Booklet; mit einem Blechnummernschild des Brother-Mobils, einem Postkarten-Set; Elwoods Führerschein; mit einem ausführlichen Making Of zum Original und…und…und: Insgesamt 397 Minuten das volle schwarze Spaß-Programm!

Eine sagenhafte Show: „BLUES BROTHERS“ oder: Ein herrlich irrer Dauer-Hit der Filmgeschichte geht im HEIMKINO jetzt wieder ab wie Luzie/Schmidts Katze oder beide….

Anbieter: „Universal Home Pictures“ + „Turbine Media Group“