Big Game Kritik

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BIG GAME“ von Jalmari Helander (B + R; Finnland/GB/D 2014; K: Mika Orasmaa; M: Juri Seppä, Miska Seppä; 90 Minuten; Start D: 18.06.2015); sagen wir mal so – in humaner Sommerfilmstimmung betrachtet, ist DAS HIER ein ulkiger Achselzucker-Blödsinn. Zum Nachdenken nicht geeignet. Sondern zum puren Hinnehmen.

Irgendwo in der finnischen Provinz (gedreht wurde in Bayern und den Münchner Bavaria Studios). Der 13jährige Oskari soll traditionell „zum Mann“ gekürt werden. Innerhalb der örtlichen Sippe. Deshalb lässt man ihn eine Nacht allein im Wald verbringen. Nur mit Pfeil und Bogen ausgestattet. Der seltsame Zufall will es, dass ausgerechnet hier, also in der Wald-Region, gerade der amerikanische Präsident (SAMUEL L. JACKSON) not-strandet. Also mit seiner Rettungskapsel gelandet ist. Terroristen haben nämlich seine Air Force One über den finnischen Luftraum attackiert. Und putt gemacht. Natürlich steckt dahinter übler Verrat. Von seinem engsten Leibwächter. Der mit Terroristen paktiert. Oskari ist erst über „den Besuch“ überrascht, dann verblüfft, dann wird er zum Verbündeten. Gemeinsam gilt es, fiesen Jägern (darunter der ehemalige „Tatort“-Ermittler MEHMET KURTULUS), die den Weiße Haus-Chef „haben“ wollen, zu widerstehen. Aber: Dieses Waldgebiet ist schließlich Oskaris Revier. Und gerade auf dem Abenteuer-Weg, ein ganzer Kerl zu werden, kommt er „in Form“. Der barfüßige US-Präsi staunt. Mächtig gewaltig.

Der Brite JIM BROADBENT („Another Year“) mimt einen undurchsichtigen altgedienten CIA-Wissenden; TED LEVINE aus Ohio gibt einen US-Army-General, und ansonsten wird das hier ein vorhersehbarer Mix. Aus Selbstfindungskurs für den pfiffigen Bengel und als handfeste Bewährungsprobe für den coolen US-Boss, dem diese actionreiche „Ablenkung“ verhilft, wieder „erdig“ zu werden. Oder so etwas in der ironischen Art. Quatschmacher-Kintopp (= 2 PÖNIs).

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