Bandidas Kritik

BANDIDAS“ von Joachim Roenning + Espen Sandberg (USA/FR/Mexiko 2006; 93 Minuten; Start D: 31.08.2006); das sind zwei NORWEGISCHE Filmemacher, die über 10 Jahren Werbespots gedreht haben und hier ihren ersten Kinospielfilm vorlegen. Nach einer „Originalidee“ des Franzosen LUC BESSON (letzter Regie-Film neulich: „Angel-A“), der den in Co-Produktion Frankreich/Mexiko/USA hergestellten Film auch als Co-Autor und Mit-Produzent „betreute“.

Genre: WESTERN. Zeitpunkt: 1880. Ort: Mexiko. Die Helden: 2 FRAUEN. Das ist der Gag. Die arme Maria (PENÉLOPE CRUZ, noch in Almodóvars „Volver“ im Kino) und die reiche SALMA HAYEK („Frida“; „From Dusk Till Dawn“) wandeln so ein Bisschen auf den rebellischen Spuren von Brigitte Bardot und Jeanne Moreau in Louis Malles „Viva Maria“ (von 1965): Zickige Verbündete im Kampf gegen Tyrannei und tödlichen Kapitalismus.

Alles wie gehabt, nur eben jetzt mit alberner Frauen-Power. Man schießt/flucht/rauft, die ganze Klischee-Palette rauf und runter. Doch: Die Parodie-Show wirkt nur begrenzt lustig, besitzt nur magere Originalität und Selbstironie. Attraktive Abziehbilder auf Gäulen, dazu SAM SHEPARD (davor: „Don´t Come Knocking“ von Wim Wenders) als ausgebuffter Alt-Revolverheld sowie STEVE ZAHN („Out Of Sight“) als Kasperle-Polizist (= 2 PÖNIs).