AXEL, DER HELD

PÖNIs:   (1/5)

„AXEL, DER HELD“ von Hendrik Hölzemann (Co-B + R; D 2018; Co-B: André Bergelt; K: Lars R. Liebold; M: Philip Stegers, Gunter Papperitz; 90 Minuten; deutscher Kino-Start: 15.08.2019); der von der ARD und seiner Filmfirma „Degeto“ koproduzierte Anderthalbstunden-Streifen ist nur Kino-Behauptung und tatsächlich: ein TV-Film. Der in einem abgelegenen Provinz-Dorf („Krönchen“) spielt, wo das Personal aufgeteilt ist in: einen netten Hasenfuß und ängstlichen Schisser, dem Anti-Titel-Helden, und in einen bösen Großgrundbesitzer und Kapitalisten, „Manne“, mit seinen üblen Helfershelfern, dem selbsternannten wie aggressiven, hysterischen Kaff-König (SASCHA ALEXANDER GERSAK). Bei dem der schüchterne Axel (JOHANNES KIENAST) Schulden hat und deshalb Sklavendienste verrichten muss. Nur in seinen Tagträumen fühlt sich Axel wohl, weil er dort ausgiebig als Rächer und Retter auftritt. Doch irgendwann kriegt Axel in Gestalt des Anarcho-Nachbarn und Karl May-Fans Heiner (CHRISTIAN GRASHOF) „Zulauf“. Heiner, der mit dem Gewehr. Der sich ein Huhn als geliebtes Haustier hält. Gemeinsam beginnt man langsam aufzubegehren. Weiterhin existiert noch eine hübsche Jenny (gerade in „Traumfabrik“ abgestürzt: EMILIA SCHÜLE), die – als Sexy-„Manne“-Partnerin – natürlich im Grunde nur auf Axels Wandlung, also ihre „Befreiung“, wartet. Damit eine sozialverträgliche Paarung möglich wird.

Als Rache-Geschichte viel zu inkonsequent, und langatmig; als Krimi wenig inspirierend; als Heimat-Western-Abenteuer eine eher lahme Posse; als Liebesfilm emotional unterentwickelt. Auf dem Abspann tönt es märchenhaft („Die Bremer Stadtmusikanten“): „Etwas Besseres als den Tod finden wir überall“. „Axel, der Held“ vermag als Kinofilm kaum zu punkten (= 1 PÖNI).

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