Arlo & Spot Kritik

ARLO & SPOT von Peter Sohn (USA 2012-2015; B: Meg LeFauve; M: Jeff Dana, Mychael Danna; 94 Minuten; Start D: 26.11.2015); vorgestern, am 22. November 2015, war es genau zwanzig Jahre her, dass der computer-animierte Kinospielfilm sich auf seine erste PIXAR-Erfolgsreise begab; am 22.11.1995 kam „Toy Story“ von John Lasseter in den USA in die Kinos, Deutschland folgte im März 1996. Der Erfolgsrest ist Legende. PIXAR, inzwischen von „Disney“ eingekauft, hatte kürzlich mit „Alles steht Kopf“ einen weiteren Hit in den Kinos. Weltweit. Dass nun sogleich ein weiterer Disney-PIXAR-Film in die Lichtspielhäuser kommt, überrascht. Oder vielleicht nicht, denn für „The Good Dinosaur“, so der Originaltitel, war die Herstellung mit vielen technischen wie inhaltlichen wie personellen Produktionsschwierigkeiten verbunden, zum Beispiel wegen vielfacher unterschiedlicher Ansichten bei der Story-Entwicklung. Bei Herstellern und Entscheidern. Jedenfalls wurde der Start des Films mehrfach verschoben; die Uraufführung fand heuer am 10. November 2015 in Paris statt, in den USA und bei uns läuft er am 25./26. November 2015 an. Zum Verramschen.

Habe irgendwo gelesen, „der diesjährige Weihnachtsfilm…“, Mumpitz. „Arlo & Spot“ hat nix mit „Weihachten“ am Film-Hut, vielmehr geht es heftig-deftig zur Krach-Sache. Weil vor etwa 65 Millionen Jahren der Meteorit die Erde verfehlte, überlebten Dinosaurier und Erdbewohner. Dabei „überholten“ allerdings die Dinos die Neandertaler-Spezis. In allen Lebewesen-Belangen. Sozial wie gedanklich wie gesellschaftlich und überhaupt: Dinos als cleverere Wesen. Als ein junger, sehr schüchterner Dino, Arlo, versehentlich von seiner Familie getrennt wird, lernt er den jungen verwilderten Menschenboy Spot kennen. Der knurrt viel „Sprache“ und vermag noch nicht aufrecht zu laufen. Erst gibt’s Zoff gegeneinander, dann versöhnt man sich. Und kämpft gemeinsam gegen die zahlreichen Widrigkeiten der Natur. Dauernd „toben“ die Flüsse, und dann heißt es auch, sich gegen fiese Flugsaurier zu behaupten.

Für Kleinkinder ist der Film viel zu schrecklich = schreckhaft, kompliziert und humorlos; für Erwachsene fügt sich alles läppisch vorhersehbar. Der Einfallsreichtum ist überschaubar; „PIXAR“-Überraschungen sind nahezu ausgeschlossen. Der Niedlichkeitsfaktor ist begrenzt. „Arlo & Spot“ ist einer der mäßigsten PIXAR-Filme überhaupt (= 1 ½ PÖNIs).