Anna – Exil in New York Kritik

ANNA – EXIL IN NEW YORK“ von Yurek Bogayewicz (B+R; USA 1987; 100 Minuten; Start D: 22.09.1988); erzählt von zwei tschechischen Frauen, die in Amerika Zuflucht gefunden haben. Anna ist Schauspielerin und war Zuhause einst ein Star. In der Fremde ist der Neuanfang schwer.

Anna begegnet ihrer jüngeren Landsmännin Krystyna. Die ist voller Bewunderung für die Ex-Diva und wird dafür von ihr aufgenommen, verwöhnt und verwandelt. Dabei verändern sich aber die Positionen, Nach und nach wird aus der jüngeren Krystyna Hollywoods neue Filmprinzessin, während Anna immer mehr den Halt und sogar ihren Freund verliert. Dazu kommen zunehmender Altersfrust und weitere berufliche Erniedrigungen. Eine ungewöhnliche Freundschaft und Partnerschaft endet in einer blutigen Verzweiflungstat.

“Anna – Exil in New York“ lebt in allererster Linie von der Schauspielen Sally Kirkland, die Frühjahr für den “Oscar“ nominiert wurde. Die 43jährige verkörpert faszinierend-ungeschminkt eine explosive Frauenfigur und wirkt dabei wie eine furiose weibliche Ausgabe von Robert De Niro. Der Film ist nicht nur das Porträt einer interessanten, aufregenden Frau mit all ihren Höhen und Tiefen, sondern auch feinste Schauspielkunst. Ein Film für Liebhaber (= 3 ½ PÖNIs).