American Gangster Kritik

AMERICAN GANGSTER“ von Ridley Scott (USA 2007; 157 Minuten; Start D: 15.11.2007); einem der renommiertesten/einflussreichsten Regisseure unserer Zeit, der 2003 von der englischen Königin „wegen seiner Verdienste um die Kunst“ zum Ritter geschlagen wurde/sich somit seitdem offiziell SIR nennen darf. Scott hat im Verlaufe seiner Karriere in den verschiedensten Genres gearbeitet, wurde populär/berühmt durch seinen Science-Fiction-Horror-Klassiker „ALIEN – Das unheimliche Wesen aus einer anderen Welt“ (1979); natürlich durch den Science-Fiction-Thriller „BLADE RUNNER“ (1982/kommt am 7. Dezember, nach bereits 3 Versionen, als „Final Cut“ auf den DVD-Markt) oder zuletzt durch die charmant-sanfte Komödie „Ein gutes Jahr“ (2006). Ridley Scott ist 3 x in der Kategorie „Bester Regisseur“ für den „Oscar“ nominiert worden, ohne die Trophäe aber zu bekommen: 1992 für „THELMA UND LOUISE“; 2001 für „GLADIATOR“; 2002 für „BLACK HAWK DOWN“.

„American Gangster“ nun ist eine weitere Version vom PATEN, nur dass diesmal ein – authentischer -AFRO-AMERIKANISCHER Drogenbaron während der Anfang-70er-Jahre die Böse-/Gut–Chose führt. Über die Wirren des Vietnam-Krieges gelingt es FRANK LUCAS damals, ohne teure Mittelsmänner den begehrten Stoff direkt aus Südostasien in die USA zu holen. Die Folge: Hochwertiges Heroin kommt so vergleichsweise „spottbillig“ zu den einheimischen Junkies. Und zu denen zählen im Übrigen auch etliche Staatsdiener. Polizist RICHIE ROBERTS jedoch widersteht den Verlockungen des weißen Stoffes und macht sich mit seinem idealistischen Team daran, den Ober-Schurken zu jagen/zu stellen.

Eine Milieustudie soll es sein, mit den „üblichen Figuren/Typen“, mit viel Gerede, mit viel New Yorker Atmosphäre aus den 70ern. Vieles wirkt bekannt/gesehen/belanglos, auch weil die beiden STAR-Hauptakteure, der zweifache „Oscar“-Preisträger DENZEL WASHINGTON („Glory“/“Training Day“) und „Oscar“-Preisträger RUSSELL CROWE („Gladiator“), in ihren Figuren nicht gerade die „beste Figur“ machen. Washington wirkt viel „zu lieb“, weniger hinterhältig und schon gar nicht diabolisch-verschlossen, eher wie ein netter schwarzer Papa, der für seine Sippe gerne den „American dream“ verwirklichen möchte und deshalb auch schon mal tötet. „Sheriff“ Crowe dagegen hechelt lange aufgeregt hinterher, um dann schließlich doch seinen Triumph auskosten zu können.

Ein vergleichsweise ziemlich mageres 157 Minuten-Epos, mit von durchschnittlichem Interesse, mit beliebigem Na-Ja- Unterhaltungswert; irgendwie ist DAS-HIER eine Art Pusteblumen-Thriller, besitzt nur begrenzten Show-Spaß (= 3 PÖNIs).