Air America Kritik

AIR AMERICA“ von Roger Spottiswoode (USA 1990; 113 Minuten; Start D: 10.01.1991)

Brutale, dramatische Kriegsbilder, das Ganze mit fetziger Diskomusik aufgepeppt. Schon der Vorspann des Filmes nervt: Ein absurdes Spektakel, dem Thema Krieg völlig unangemessen.
“Air America“ heißt der neue Film. Benannt nach einer amerikanischen Fluggesellschaft, die während des Vietnamkriegs einen Stützpunkt im benachbarten Laos hatte.

1969, eine Handvoll amerikanische Jungs sind in Laos als Piloten der “Air America“ stationiert. Sie unterstützen die laotischen Bergbewohner im Kampf gegen die Kommunisten. In Wirklichkeit steckt hinter der Präsenz der Amerikaner in Laos ein übles Geschäft. Und genau das ist eines der Hauptthemen in “Air America“. Der Film behauptet: Im Krieg gibt es keine Moral, da ist sich jeder selbst der nächste. Die große Ausnahme: Freundschaft zwischen Männern. Damit “Air America“ aber durch pseudo-moralische Überlegungen nicht zu dröge wird, gibt es viel Action. Alle paar Minuten werden die Flugzeuge der “Air America“ von feindlichen Truppen angegriffen. Bruch-oder Bauchlandungen. Da sind Mut und Geistesgegenwart gefragt, und die haben die Amerikaner natürlich.

“Air America“ gibt vor, sich mit politischen heiklen Themen auseinander zu setzen. Doch der Film beschäftigt sich hauptsächlich mit dem angeblich gefährlichen und ausschweifenden Leben hartgesottener Militär-Kerle und mit dem vermeintlich dollen Flug-Kriegsgerät der Amis.

Der „Top Gun“-Aufguss Nummer „Soundso viel“ mit MEL GIBSON und ROBERT DOWNEY Jr. (= 1 PÖNI).