ZWEI FRAUEN

Ein Reizthema behandelt der Deutsche Carl Schenkel, letzter Erfolgsfilm war 1985 “Abwärts“, in „ZWEI FRAUEN“ von Carl Schenkel (USA 1989; 104 Minuten; Start D: 06.07.1989).

Darin geht es um Tabu-Themen wie ‘Krankheit‘ und speziell ‘Krebs‘. Eva und Claudia treffen in einem Hospitalzimmer aufeinander. Beide leiden an Krebs. Während Claudia sich über ihre Schnoddrigkeit eine Art Schutzpanzer aufgebaut hat und nur so in der sterilen Gegend herumrotzt, muß Eva, die sensible Tänzerin, erst noch lernen, mit der Krankheit umzugehen. Ihr Vater mischt sich ein.

Der Film “Zwei Frauen“ beschreibt humorvoll und präzise, spannend und berihrend Umgang und Alltag von zwei jungen Menschen in persönlichen Krisenzeiten. Dabei vermeidet er klischeehafte Tränenarien oder dummes Mediziner-Heldentum. Was hier erzählt und gezeigt wird, überzeugt durch seriöse, professionelle Dramaturgie und Inszenierung. Zudem sind die beiden Hauptdarstellerinnen JAMI GERTZ und MARTHA PLIMPTON sehr überzeugend und ausdrucksstark.

“Zwei Frauen“, geschrieben von Bea Hellmann nach eigenen, schlimmen Erfahrungen, ist ein ungewöhnlich guter Film über einen heiklen Kino-Stoff (= 4 PÖNIs).

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