VATERTAGE – OPA ÜBER NACHT

VATERTAGE – OPA ÜBER NACHT“ von Ingo Rasper (D 2011; 93 Minuten; Start D: 13.09.2012); nein, nein, nein, dies ist kein tauglicher Kinofilm, dies ist ein madiger TV-Film mit aufgesetztem, dümmlichem bajuwarischem Klamotten-Humor.

Im Mittelpunkt: Der Basti (SEBASTIAN BEZZEL; seit 2004 als Kommissar Kai Perlmann im Konstanzer ARD-„Tatort“ der Assi von Kommissarin Klara Blum alias Eva Mattes). Dieser Basti ist 36 und ein Lebens-Hallodri. Hat natürlich keine Lust, sich irgendwie zu binden, pflegt lieber – als fröhlicher Münchner Rikschafahrer – sein lässiges, pflegeleichtes Dasein. Mit ewigen Schulden, aber…passt schon. Bayerische Gemütlichkeit halt. Diese lockere „Was soll’s“-Mentalität. Tausendmal gesehen, nix Neues. Und der Basti wäre womöglich der „ewige Basti“ geblieben, wenn da nicht die 17jährige Dina aufgetaucht wäre. Aus Bitterfeld. Mit Baby Paul. Dina, so sagt sie und so glaubt es der Basti natürlich sofort, will seine Tochter sein. Aus einem „Techtelmechtel“ mit deren Mutter Vanessa (CHRISTIANE PAUL). Aus Bitterfeld. Ein Ost-West-Zusammenstoß anno damals. Beziehungsweise umgekehrt. Basti, der …siehe Titel. „Kohle“ will Dina abzocken. Ausgerechnet beim Basti. Ein Witz. Aber ein schlechter. Und sich dahinschleichender. Pointenloser. Mit weiteren Witzfiguren wie der schwule Basti-Papa HEINER LAUTERBACH, Bastis strenge Schwester (ich mag’s nicht glauben =) MONIKA GRUBER samt der üblichen langweiligen bayerischen Kumpel-Schreihälse-Statisten. Die üblichen Musi-Leute halt. Einzig SARAH HORVATH, reife 17, fällt aus dem Klischee-Rahmen der dümmlichen Albernheit. Zeigt ansatzweise vorhandenen „Charakter“, leuchtet aus diesem eindimensionalen Deppen-Ensemble ein wenig heraus. Mag nicht nur durchweg mit und in dieser komödiantischen Bierlaune herumjuxen. Aber natürlich ist sie weisungsgebundene Honorarkraft, hat ihren Laber-Text ebenso hervorzubringen wie in diesen vielen dussligen Ungereimtheiten abzuhängen.

Was mal wieder für ein unlustiger, also witzloser, erbärmlicher deutscher Unterhaltungs-Volldoof-Film (= 1 ½ PÖNIS, für einige Verzweiflungslächler).

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