TRANSAMERICA

TRANSAMERICA“ von Duncan Tucker (USA 2005; 103 Minuten; Start D: 16.03.2006); einem bei uns unbekannten Drehbuch-Autor und Regisseur aus der amerikanischen Independent-Szene. Hauptakteurin FELICITY HUFFMAN allerdings, die für ihre Rolle als TRANSSEXUELLE eine „Oscar“-Nominierung bekam, ist hierzulande über die populäre TV-Serie „Desperate Housewife“ (= läuft bei „Pro 7“) bekannt.

Sie spielt einen Mann, der viel lieber eine Frau sein möchte und kurz vor der „endgültigen Geschlechtsumwandlung“ noch eine Art „Seelen-Test“ bestehen muss: Sie wird mit ihrem fast erwachsenen Sohn aus längst vergangener/verdrängter Hetero-Zeit konfrontiert, einem Kleinkriminellen und Stricher, mit dem sie sich auf die Identitäts-Reise begibt, ohne ihm „die Vaterschaft“ zu erklären.

Ein ebenso mutiger wie erstaunlicher Film über das Herzstück „konservativer amerikanischer Werte“: Die Familie. Dabei angenehm- unaufdringlich- ernsthaft erzählt, bisweilen augenzwinkernd-komisch, aber niemals lächerlich oder denunzierend. Weder schrill noch extrem, sondern mit sensibel- plausiblem, melancholischem Bild und Ton. Ein ebenso couragiertes wie sehenswertes Aushängeschild des unabhängigen amerikanischen Kinos. Und dank der beeindruckenden/berührenden Felicity Huffman ein Glanzstück besten Toleranz-Kinos (= 3 PÖNIs).