TATORT: GOTT IST AUCH NUR EIN MENSCH (19.11.2017)

Quelle: WDR/Wolfgang Ennenbach

PÖNIs:     (3/5)

Sie sind das beliebtesten „Tatort“-Gespann: Hauptkommissar Frank THIEL und Rechtsmediziner Prof. Dr. Dr. Karl-Friedrich BOERNE alias AXEL PRAHL & JAN JOSEF LIEFERS. Ihre Einschaltquoten sind bei dieser sowieso schon oft hohe Sonntags-Quoten erzielenden ARD-Reihe immer mit die allerhöchsten (= weit über 10 Millionen Zusehende). Seit dem 20. Oktober 2002 sind sie gemeinsam unterwegs, heute Abend lief im Rahmen des ARD-„Tatorts“ Nr. 1036 ihre 32. Münsteraner Folge. Titel: „Gott ist auch nur ein Mensch“. Verfasst von den Drehbuch-Autoren Christoph Silber und Thorsten Wettke; als Regisseur fungierte der 38-jährige Max-Ophüls-Preisträger LARS JESSEN (2005; „Am Tag als Bobby Ewing starb“), der 2012 mit seinem Spielfilm „Fraktus“ auch im Kino war.

„Und? War das jetzt Kunst?“, lautete die letzte ironische Frage, die der – real existierende Konzeptkünstler Christian Jankowski (hier: der mit dem Koffer) – an UNS-richtete. Bestimmt nicht. Sondern eine gemütliche Sonntagabend-Unterhaltung. Mit zwei vorzüglichen Clowns und einem wahnsinnigen Konzept-Star-Künstler (bisschen simpel: ALEKSANDAR JOVANOVIC), der sich für G.O.D. hält („Ich töte nicht, ich erschaffe neu“). Thiel, der prollig-witzige St. Pauli-Westfale (höre: seine nicht zu überhörende „Reeperbahn“-Handy Signal-Klingelei), und der „talentfreie narzistische Meisterschüler“, wie Boerne vom Ober-Guru einmal verspottet wird, ermitteln in der linkischen Kunst-Szene. Wo der eitle Sympath Boerne mal wieder nach weiterer „amüsanter“ Anerkennung hechelt. Die Story: geschenkt. Eher sahen wir eine augenzwinkernde Nummernrevue-Aneinanderreihung, in der jeder Team-Bekannte je nach Rangigkeit seine hübschen Schmunzel-Auftritte bekam. Sowie die Themen-„Bekloppten“ hier: Wie zum Beispiel diese „Künstlerin“, die mit einer Mini-Kamera in ihrer Gebärmutter Live-Aufnahmen weltweit versendet.

Münster und seine internationalen wie mörderischen Skulptur-Tage. Eine schöne Idee und insgesamt diesmal besser, weil fröhlich-lockerer und sogar manchmal etwas lässig-spannender als so manche ramponierten Thiel- & Boerne-Neulich-Folgen (= 3 PÖNIs).

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