TATORT: DIE DRITTE HAUT

(Fotoquelle: rbb / Gordon Muehle)

PÖNIs: (2,5/5)

Zuletzt hatte „Berlin“ in dieser populären ARD-Krimi-Reihe des Öfteren nur „mittlere Werte“. Neulich allerdings, am 4. Oktober 2020, kam der Fall „Ein paar Worte nach Mitternacht“ (s. TV-KRITIK) gut an (= 4 PÖNIs). Heute Abend, beim „Tatort“ Nummer 1170 und dem 13. und letzten Fall vor der Sommerpause, mit Nina Rubin (MERET BECKER) und Robert Karow (MARK WASCHKE), ging es ums städtische Eingemachte: Wohnungen / Miete / Entmietung / Profit / geteilt mit alarmierenden sozialen Zwischenrufe. Der SCHMUTZIGE kapitalistische GELDGERUCH breitet sich aus. Dazwischen: Man trägt Maske, auch Nina und Robert, die sich siezen, aber kurz mal einen Schnellfick an der Tür abrammeln. Ach pardon, das soll als Kurz-Posse durchgehen. Mal wird mit der Mordklärung hantiert, mal funken die Beteiligten mit einigen hitzigen Nebensächlichkeiten herum. Der holländische Regisseur Norbert ter Hall, der seit Jahren in Berlin lebt, bleibt bei diesem Hauptstadt-Trauer-Spiel betulich. Mal dies, mal das. Während der Kopf hin und wieder bibbert, bleibt das Bauch-Interesse auf der Strecke. Das Thema ist viel zu heikel und stark, dass es sooo krimisch verläppert (= 2 1/2 PÖNIs).

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