TATORT: BLUT (28.10.2018)

Quelle: Radio Bremen / Christine Schröder

Bei ihrem letzten Auftritt am 11. März 2018 – mit dem Fall „Im toten Winkel“ – konnten „die Bremer“ überragend punkten (= 5 PÖNIs). Heute Abend ermittelten Inga Lürsen & Nils Stedefreund (SABINE POSTEL & OLIVER MOMMSEN) zum insgesamt 32. Mal seit dem 11.11.2001 zusammen. Für die Folge „Blut“ schrieb Regisseur Philip Koch mit am Drehbuch, Co-Autor war Holger Joos. Philip Koch war auch der verantwortliche Spielleiter für den genannten Fall-davor. Die Erwartungen, Hoffnungen, auf wieder solch einen klugen, cleveren, unterhaltsamen ARD-Krimi-Abend aus dem Norden waren also dementsprechend.

Und heute? Eine einstündige spannende Gruselei mit der entscheidenden Frage, Vampir oder Nicht-Vampir, in Bremen, um dann in einen schwächelnden Letzte-Halbe-Stunde-Krimi mit aber doch halbwegs plausibler = „rationaler“ Lösung einzubiegen.
Wobei Inga heute kaum was „Richtiges“ zu tun bekam, denn Nils Stedefreund „bekam“ alles ab. Von wegen: Beißen, Blutminderung, Halluzinationen, leere Krankenhaus-Gänge, leere Straßen, „mein Gefährte“, säuselt die Wahnsinnige. Die auf ihn „setzt“. LILITH STANGENBERG als spinnertes, beißfreudiges Fräulein war eine Irre-Wucht.
Sagen wir mal so, ein bizarrer „Tatort“ mit Hokuspokus-Charme, der schließlich zum passablen Psycho-Drama mutierte, bei dem sich Oliver „Stedefreund“ Mommsen aber vielleicht doch „angesteckt“ hat? An was auch immer? Sein Schluss-Blick irritiert und – lässt hoffen, dass er beim nächsten Fall doch wieder „gesund“ ist (= 3 PÖNIs).

P.S.: Bin mal auf die Kommentare der Gemeinde gespannt… auf diesen „Tatort“ Nummer 1070…