Tampopo Kritik

Essen und Sex ist dasselbe. Jedenfalls in Japan. Das behauptet der 1986 dort gedrehte Streifen „TAMPOPO“ von Jûzô Itami (B+R; Japan 1985; 114 Minuten; Start D: 25.05.1989).

In dem geht es in vielen Episoden, Anekdoten und Geschichten eben um das Speisen und die Lust. Und umgekehrt. Goro, ein einsamer Cowboy-Trucker, hilft der Witwe Tampopo, eine perfekte Nudelköchin zu werden. Ein Edel-Clochard entpuppt sich als Suppen-Professor, ein Chauffeur als Nudelexperte, ein Vorstadtschläger als erfindungsreicher Innendekorateur für das Schnellrestaurant. Spaghetti machen Musik, ein Gourmet-Gangster philosophiert über Essen und Kino und führt vor, wie ein roher Eidotter zur Liebeskugel werden kann und Garnelen zu Vibratoren.

Verrückt. Und schön-schräg. Was für ausgefallene Geschmäcker. “Tampopo“ von Juzo Itami, ein Tip für cineastische Leckermäuler (= 4 PÖNIs).