Streng vertraulich oder die innere Verfassung Kritik

Welche bewundernswerte und unterhaltsame Kraft immer wieder der Dokumentarfilm aufbringt, zeigt der Film „STRENG VERTRAULICH ODER DIE INNERE VERFASSUNG“ von Ralf Marschalleck (B+R; D 1990; 90 Minuten; Start D: 07.10.1990).

Es geht es um die Stasi-Auflösung, und deren Folgen. Dabei konzentriert sich dieser neugierige Streifen vor allem auf die Innenansicht des diktatorischen Apparates und seines Führers, Erich Mielke. Was der wann und wie sagte, sorgen heute durch die erkennende Primitivität und Plattheit für einigen Schrecken und fassungslosen Humor. Dazu im Gegensatz: Junge Leute von der Bürgerbewegung, die erstmals in diesen „Staat im Staat“ eintauchten und sehr betroffen argumentieren. Auch im Hinblick auf das Resümee ihrer engagierten Arbeit.

“Streng vertraulich oder die innere Verfassung“ macht im Kino mehr betroffen als auf dem Bildschirm und ist als erste Nachlesearbeit in Sachen DDR informativ und wichtig (= 4 PÖNIs).