Stella Kinokritik

In ihrem neuesten Film „STELLA“ von John Ennan (USA 1990; 109 Minuten; Start D: 06.09.1990); beweist Bette Midler Mut zur Hässlichkeit.

Sie spielt eine Proletarierin, eine Barfrau, die sogar trotz Schwangerschaft ihrem Herzens-Mann den Laufpass gibt. Stolz und aufrecht ackert sie sich mit ihrer Tochter Jenny durch, trotz vieler Anfeindungen und Nöte.

“Stella“ ist das Porträt einer einfachen, couragierten Frau, die schließlich sogar die eigene Tochter um deren Glück aufgibt. Fernsehregisseur John Ennan hat diese Geschichte leider nicht sehr kinogerecht zubereitet. Bietet stilistische Ungereimtheiten an und hält auch Charme und Schwung in Grenzen. Vieles ist vorhersehbar und trotz der Midler unergiebig. Die Dramaturgie entspricht TV-Niveau, während die Spannungsluft zu oft raus ist.

“Stella“ ist gute Absicht und eben Bette Midler. Sozusagen: Ein mittelprächtiges Vergnügen (= 2 PÖNIs).