SHUTTLECOCK

SHUTTLECOCK“ von Jerry B. Barrish (B+R; USA 1989; 85 Minuten; Start D: 18.02.1989)

“Shuttlecock“ ist ein mit spärlichen Mitteln produzierter, amerikanischer Film. Er war bereits auf der diesjährigen Berlinale auf dem internationalen Forum des jungen Filmes zu sehen. Dennoch fand der Film bisher keinen Verleih. Dank der Initiative der Betreiber des ‚fsk – Kino‘ läuft der Film nun zwei Wochen lang in der Wiener Straße.

Ein wundervoller Strand in Kalifornien. Ein Ort, an dem man einen Roman schreiben möchte. Ein Ort zum Verliebtsein oder auch zum Alleinsein. Mona ist allein und sie fühlt sich erbärmlich. Überall, wo sie hingeht, sieht sie nur Pärchen. Auf jeder Gesellschaft fühlt sie sich wie das fünfte Rad am Wagen. Mona malt auch Bilder und gibt Zeichenkurse. Aber das bedeutet ihr im Moment nichts.
Lina, ihre Nachbarin, singt in einem Nachtclub. Ihre Lieder handeln von verlorenen Männern und vergessenen Lieben. Lina ist melancholisch und hoffnungsvoll zugleich. Ein Pärchen betritt die Szenerie.
Jack, ein Komiker und Christie, eine Striptänzerin. Der Komiker, der ernsthafte Mensch, der sich jedes Lächeln abringen muss. Die Striptänzerin, der ihr Job Spaß macht und die sich regelmäßig besäuft.

“Shuttlecock“ heißt zu Deutsch Federball. Die Figuren im Film fühlen sich vom Leben hin- und hergerissen. Wie in einem Spiel, dessen Regeln sie nicht beherrschen. Mona und Jack verlieben sich ineinander.
Ein Knäuel aus Verstrickungen bildet sich, aus dem niemand wieder herausfindet. Am Ende sind alle an Erfahrungen reicher und fühlen sich doch nicht wohler.
“Shuttlecock“ ist ein unaufwendig produzierter Film, der durch seine Schlichtheit an Lebensnähe gewinnt. Die Personen sind zerbrechlich und sensibel, die Situationen tragisch und komisch zugleich.

“Shuttlecock“ ist ein in seiner Ehrlichkeit ergreifende Film, bei dem der Zuschauer leidenschaftlich mitgeht (= 4 PÖNIs).