SHOPAHOLIC – Die Schnäppchenjägerin

SHOPAHOLIC – Die Schnäppchenjägerin“ von P.J. Hogan (USA 2008/105 Minuten; Start D: 12.03.2009); einem australischen Regisseur, der gleich nach seinem fulminanten Regie-Debüt „Muriels Hochzeit“ (1994/mit Toni Collette/4 australische „Oscars“, darunter als „Bester Film“) von Hollywood „eingekauft“ und für Spaßfilme wie „Die Hochzeit meines besten Freundes“ (1996/mit Julia Roberts + Cameron Diaz); „Wer tötete Victor Fox?“ (2002) und der Realverfilmung von „Peter Pan“ (2003) eingesetzt wurde. Sein neuester Streich basiert auf dem Bestseller „Confessions of a Shopaholic“, wie auch der amerikanische Originaltitel des Films lautet. Die 5bändige „Shopaholic“-Buchreihe von SOPHIE KINSELLA aus den Jahren 2000 bis 2007 wurde, lt. Produktionsangaben, weltweit über 15 Millionen Mal verkauft.

Thema: Zickenalarm im Kaufhaus: Die New Yorkerin Journalistin Rebecca Bloomwood (nett-rothaarig: ISLA FISHER/“Vielleicht, vielleicht auch nicht“; „Blind Wedding – Hilfe, sie hat ja gesagt“) ist arbeitslos, überschuldet, mit Schuldeneintreiber im Nacken und kaufsüchtig. Shopping forever. Konsum auf Dauer-Pump. Und anstatt, wie erhofft, bei einem populären Modemagazin endlich viel MEHR Geld zu verdienen und Karriere zu machen, landet sie „versehentlich“ wie „vehement“ als – dann erfolgreiche – Kolumnistin in der Redaktion eines Wirtschaftsmagazin desselben Verlages. Mit natürlich höchst attraktivem Boß (Hugh Dancy) und viel Verwechslungs-Trabbel.

Mitunter hysterisches Bunte-Bühne-Aschenputtel-Kintopp, mit einer ebenso tollpatschigen wie hysterischen wie „niedlichen“ Hochstaplerin, mit SEHR viel Gerede und allerlei emotionalen „Hoppalas“, wenn Schränke aufplatzen wegen der vielen Klamotten; Ballkostüme sich plötzlich auflösen, Frauen herumkreischen und peinliche Enthüllungen wie gehabt grundsätzlich vor „großem Publikum“ passieren. Ein amerikanisches Mädel lebt fröhlich über ihre Verhältnisse, mit 10 und mehr überzogenen Kreditkarten, vor einem Jahr gedreht, als heute „obszön“ wirkende oberflächliche Komödie auf den belämmerten „amerikanischen Zustand“, Motto: Ich kaufe, also bin ich. Von wegen. Dabei schließlich erkennend, natürlich ganz Märchenkino, daß an den wichtigsten Dingen im Leben kein Preisschild klebt. Ha ha (= 2 PÖNIs).

P.S.: Der schönste Satz des Films kommt von ihrem „armen“ Vater (JOHN GOODMAN), der voller Überzeugung feststellt: „Meine Tochter wird das überstehen, wenn doch die USA Milliarden von Dollar Schulden haben“…..