Ruben, Ruben Kritik

RUBEN, RUBEN“ von Robert Ellis Miller (USA 1983; 101 Minuten; Start D: 05.09.1985); ist wieder mal, wie schön, so ein ganz und gar altmodischer und nichtsdestotrotz dabei auch sehr witziger, sehr schwungvoller kleiner Streifen über ein versoffenes Dichter-Genie, das in einem ziemlich langweiligen amerikanischen Ostküsten-Kaff den weitgereisten, weltmännischen Kenner mimt, der kein gefülltes Glas und keine frustrierte Gattin abweist. Kein Wunder, dass die Tuscheleien um ihn herum zunehmen und dass seine Ex-Frau ihm einmal gehörig die Leviten liest. Als dann aber dieser intellektuelle Außenseiter doch mal an “die Richtige“ gerät, ist es mit seinem selbstgebastelten lebensphilosophischen Kartenhaus vorbei, bricht. dieses regelrecht zusammen.

“Ruben, Ruben“ ist ein amüsant-ironisches Beziehungsspiel, das vor allem durch seine mundigen Dialog-Pointen des “Casablanca“-Co-Autoren Julius Epstein und durch die darstellerischen Kabinettstücke der beiden Hauptakteure Tom Conti und Kelly McGillis besticht und prächtig unterhält (= 3 PÖNIs).