RENEGADES – MISSION OF HONOR

„RENEGADES – MISSION OF HONOR“ von Steven Quale (Fr/D 2015; B: Luc Besson; Richard Wenk; K: Brian Pearson; M: Éric Derra; 106 Minuten); als Lästermaul darf ich kund tun: der Nachname des US-Regisseurs „passt“: Quale wie Qual. Denn eine solche ist dieser völlig überflüssige Kino-Mist. Schon sein Davor-Blödsinn, „Storm Hunters“ (s. Kino-KRITIK), war eine Augen- und Sinn-Quälerei, jetzt aber werden Zumutbarkeitsgrenzen überschritten. Filmischer Total-Schrott.

Story: Krieg als Abenteuer im Sarajevo-Balkan von 1994. Da schießen sich ein paar US-Navy SEALs im Auftrage der Nato durchs Ex-Jugoslawien. Ihr Vorgesetzter, ein Admiral Jacob Levin (was hat bloß „Oscar“-Preisträger J.K. Simmons hierher verschlagen?), ist angewidert wie angetan. Fünf besondere „Hardliner“ bemühen sich – kurz, bevor sie abkommandiert werden – viel Nazi-Gold, das sich unter tiefem Wasser befindet, nicht nur aufzuspüren, sondern auch „zu vereinnahmen“. Danach ist vieles am Explodieren, und unsere entsetzlich sprücheklopfenden Primitiv-Expendables“ raufen, killen, schießen alles über den Haufen, was sich ihnen in den Weg stellt. Gemixt mit dem üblichen Macho-Gedöns und dem gewohnten Geschreie. Ein bisschen Liebe mischt sich auch platt in den saublöden und völlig unglaubwürdigen Inhalt, und „unser“ CLEMENS SCHICK mimt einen miesen örtlichen Terroristen-Führer. Der Rest ist: Fäulnis-Ensemble.

Man fasst es nicht, wie viele deutsche Steuergelder einmal mehr hierfür verplempert wurden: Vom „Deutschen Filmförderfonds“ gab es 5 Millionen EURO; die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg gewährte 150.000 EURO; der FilmFernsehFonds Bayern förderte die visuellen Effekte mit 275.000 EURO und vom Medienboard Berlin-Brandenburg gab es 200.000 EURO. Warum – wieso – weshalb – für was? Antwort: Für einen der dämlichsten Kaputtfilme der letzten Kino-Jahre  (= O PÖNIs).