PÖNIS BLOG (370/09.01.2026): „HAMNET“; „RENTAL FAMILY“; TV-TIPP; DIRE STRAITS

1.)       MENSCHLICHKEIT UND KUNST. Titel = „HAMNET“ von CHLOÉ ZHAO (B + R + Schnitt + Produktion; GB/USA 2004; Co-B: Maggie O’Farrell; basiert auf ihrem gleichnamigen Roman/2020; K: Lukasz Zal; M: Max Richter; 125 Minuten; deutscher Kino-Start: 15.01.2026). CHLOÉ  ZHLOÉ  ist seit geraumer Zeit eine der authentischsten, erfolgreichsten Filmemacherinnen überhaupt. Inzwischen überhäuft mit internationalen Trophäen sowie mit („Oscar“-)Auszeichnungen wie zum Beispiel für ihren Spielfilmen „THE RIDER“ (s. Kino-KRITIK /2018″/4 1/2 PÖNIs)  sowie  für ihr viel-gefeiertes Meisterwerk „NOMADLAND“ („Goldener Löwe“ in Venedig/ s. Kino-KRITIK /2021/5 PÖNIs).

Mit „HAMNET“ wird die – fiktive – Geschichte von WILLIAM SHAKESPEARES Familie erzählt. Aus Sicht seiner empfindsamen Frau Agnes (JESSIE BUCKLEY). Wie SIE sich in den großen Barden verliebt und die beiden ein gemeinsames Leben planen. Als ihr einziger Sohn Hamnet (HAMLET) im Alter von elf Jahren durch die Pest ums Leben kommt, droht ihre  einzigartige Beziehung zu ersticken. Mitten in dieser furchtbaren persönlichen Tragödie beginnt Shakespeare (PAUL MESCAL) in tiefer Verzweiflung und Trauer, „Hamlet“ zu schreiben, eines der großen Dramen der Literaturgeschichte.

Der titelgebende Roman von Maggie O’Farrell wurde 2020 veröffentlicht, erhielt euphorische Kritiken und gewann den britischen Women’s Prize for Fiction sowie den amerikanischen National Book Critics Circle Award. Produziert wurde dieses neue Filmwerk unter anderen von den beiden legendären „Oscar“-Gewinnern SAM MENDES und STEVEN SPIELBERG. In den Hauptrollen dieser „Hamlet“-Version spielen neben der eindrucksvollen Jessie Buckley der „Gladiator“-Star PAUL MESCAL, die faszinierende EMILY WATSON („Breaking the Waves)“) als Mary Shakespeare und JOE ALWYN („Der Brutalist“) als Bartholomew.

Der Gewinn, die Faszination des Films, weitet sich schließlich in der letzten packenden Filmstunde endgültig aus, wenn wir „Shakespeare im Theater“ wunderbar live-haftig auf der historisch-gigantischen Theaterbühne in London mit viel Premieren-haftem HAMLET-Aufführungsglanz erleben. Genießen dürfen. Ein Ereignis ( = 4 PÖNIs).

2.)           EMPATHISCH. NETT. LUFTIG. Titel = „RENTAL FAMILY“ von Hikari (Co-B + R; Japan/USA 2024: Co-B + Co-Produktion: Stephen Blahut; K: Takuro Ishizaks; M: Jón por Birgisson; Alex Somers; 103 Minuten; deutscher Kino-Start: 08.01.2026). BRENDAN FRASER, geboren am 3. Dezember 1968 in Indianapolis, ist ein US-amerikanisch-kanadischer Schauspieler. DEN wir seit Anfang 1990-er Jahre kennen (mit Filmen wie „Steinzeit Junior“; „Die Mumie“/2001 und 2008). 2022 hatte er ein erfolgreiches Comeback, als er in Darren Aronofskys Movie „THE WHALE“ (s. Kino-KRITIK /2023/5 PÖNIs) den Hauptpart eines übergewichtigen, schwerkranken Englischprofessors übernahm. Seine imposante Darbietung und seine phantastische Maske erlangten weltweit positive Resonanz. Für „The Whale“ wurde er 2023 unter anderem dafür mit dem „Oscar“ belobigt.

Hier hat er wieder  eine „spezielle“ Rolle. Zunächst: ER ist sympathisch. Der glücklose Philip Vandarpleog. Spielt in der Ersten Rolle den von Pech verfolgten Ami-Philip, der seit langem in Tokio lebt und einen Job bei einer Agentur annimmt, die sich auf die Vermietung von „Familienmitgliedern“ spezialisiert hat. Was berührend wirkt und mit emotionalem Augenzwinkern verbunden ist. Dabei muss sich der Gast-Japaner nicht nur selbst ständig etwas vormachen, sondern auch behutsam warten, bis sich eine Art Berufsziel und -Seele „meldet“. Allerdings – verbunden mit nicht immer ganz astreinen, also erlaubten gesellschaftlichen Regeln.

„Manchmal ist es ok, so zu tun als ob“ beziehungsweise: „Das Geschäft mit der Einsamkeit von Menschen floriert“. Die Suche nach dem Sinn des Lebens. In einem „erheblich“ fremden Land. Wie kriege ich DAS zusammen. Wenn Gefühle gewollt und dabei gekauft werden. Müssen. Um halbwegs zu funktionieren. Für eine japanische „Rental Family“-Agentur schlüpft dieser Phiip in unterschiedliche Rollen und tritt in verschiedenen Figuren/Rollen auf, um als Sohn, Ehemann oder Vater zu imponieren. Und um Lebensgeld zu „erreichen“. Zu  bekommen. Während „der einheimische fremde Amerikaner“ dabei mehr und mehr in die Lebenswelten seiner Kunden eintaucht und dort hilft, familiäre Lücken zu füllen. Die Grenzen zwischen Schauspiel(er) und Realität verschwimmen. Zaghaft, aber und immer bestimmt(er). Fazit: Wenn fremde Gefühle sich einmischen und immer fester klammern. Mit Disney-Charme (= 3 1/2 PÖNIs).

3.) TV-TIPP: EMIL!!! Diese Woche (am 6. Januar) ist er 93 Jahre jung geworden. Vergangenes Jahr war er zusammen mit seiner Frau Niccel im deutschsprachigen Raum mit seiner Film-Biographie „Typisch EMIL“ unterwegs (siehe meine KRITIK / 5 Pönis), machte auch Station im Berliner Kant-Kino. Jetzt, TROMMELWIRBEL!!! feiert der Film Premiere im FREE-TV. Der für Emil in Deutschland schon immer zuständige SWR zeigt den Film bereits heute (bzw. morgen) am SAMSTAG, 10.1. um 20.15 Uhr, und im (Fast-)Anschluss auch noch um 22.25 Uhr eine Zugabe mit den besten Sketchen des Schweizer Kult-Humoristen.

4.)       TV-TIPP:   Es wurde auch wieder einmal Zeit, dass uns „die Kölner“ beim neuen ARD-„TATORT“-beehren. An diesem SONNTAG, 11.1. ist es ab 20.15 Uhr mal wieder soweit. Unter dem Titel „DIE SCHÖPFUNG“  bemühen sich Max Ballauf (KLAUS J. BEHRENDT)und Freddy Schenk (DIETMAR BÄR)  – zum 94. Mal  – um gerechte Spannungsklärung. Meine Kritik gibt es nach der Sendung auf allen bekannten Kanälen.

5.)       MUSIK =   ER zählt zu den ganz Großen. In Sachen Pop- & Rock & Balladen-Musikalität: MARK KNOPFLER. Als MARK FREUDER KNOPFLER am 12. August 1949 in Glasgow geboren, avancierte er zum britischen Gitarristen, Sänger und Songwriter. Der mehrfache Grammy-Gewinner war war Mitgründer der Rockgruppe DIRE STRAITS, mit der er weltweit bekannt wurde. Auch solo ist er erfolgreich. Mit insgesamt etwa 120 Millionen verkauften Tonträgern zählt er zu den „best-selling music artists“ der Musikgeschichte. MARK KNOPFLER, der auch einer der populärsten, also bekanntesten E-Gitarristen der Welt ist, schrieb auch Soundtracks für mehrere Filme.  Für diese Woche läutet ein Hit von ihm die familiäre Home-Stimmung ein:  „DIRE STRAITS   „SULTANS OF SWING“ :

Es ist derzeit saukalt, doch die Klänge von IHM sorgen für viel gute Wärme.

Liebe PÖNI-Grüße

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