New Moon – Biss zur Mittagsstunde

NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE“ von Chris Weitz (USA 2008; 132 Minuten; Start D: 26.11.2009); der sich, gemeinsam mit seinem Bruder Paul, mit den Komödien „“About A Boy“ (2002/mit Hugh Grant) + „Reine Chefsache“ (2004; mit Scarlett Johansson) als Experte für unterhaltsame Leinwand- „Beziehungen“ einen Namen gemacht hat. Dies hier ist die Fortsetzung der „Twilight Saga“. Nach „Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen“, der im Januar in unseren Kinos startete, nun also Folge 2 der Blutsauger-Romanze. Zwischen dem schönen wie gutherzigen Vampir Edward und der nicht minder hübschen jungen Bella. Basierend auf den 4 Bestseller-Romanen der amerikanischen Jugendbuch-Autorin STEPHENIE MEYER, die am Heiligabend 36 Jahre alt wird: „Twilight“/„Bis(s) zum Morgengrauen“/2006; „New Moon“/„Bis(s) zur Mittagsstunde“/2007; “Eclipse“/„Bis(s) zum Abendbrot“/2008 sowie „Breaking Down“/„Bis(s) zum Ende der Nacht“/2009. Weltweit sind inzwischen über 17 Millionen Exemplare in 20 Sprachen verkauft. Edward, der erste vegetarische Vampir (kein Menschenblut, sondern „nur“ das von Tieren), und das Girlie Bella.

Zwei, die sich lieben, aber – wie die Königskinder – nicht zueinander finden können. ER, der edle Ritter, mit feinen Manieren und weißen Hemden, der seinen Beißmuskel jederzeit unter Kontrolle hat und für dauerhafte Enthaltsamkeit plädiert. Um SIE zu schonen. Ein typischer Zielgruppen-Mädelsfilm, mit freundlichem Schwärmerei-Faktor, wie schon beim filmischen Frühjahrseinstieg, der mehr als 350 Millionen Dollar (= 235 Millionen EURO) in die Kinokassen spülte: Julia und Romeo auf augenzwinkernd Teenie-modern. Endlich scheinen sie vereint, da platzt schon wieder das emotionale Idyll. Ein bißchen Blut, und schon flippt seine Familie beinahe aus. Um Sie zu schützen, sieht er sich gezwungen, Sie zu verlassen. Fortan große Schmerzerei bei ihr. Verlassensjammerei. Emotionale Tiefstimmung. Einzig der indianische Jugendfreund Jakob Black, der wegen ständig „aufsteigender Hitze“ zumeist mit nacktem Oberkörper herumläuft (TAYLOR LAUTNER), kann sie ein wenig aus ihrer Lethargie befreien, doch, achherjjenochmal, auch Er entpuppt sich als abartiges Beschützer-Monster mit Werwolf-Charme. Will sie um jeden Preis von den „kalten Wesen“ fernhalten. Dann explodieren die Ereignisse, und natürlich geht es einmal mehr um (den hilfebedürftigen) EDWARD. Den einmal mehr der 23jährige ROBERT PATTINSON mit bleichem Charme und gut trainiertem (Ober-)Körper zumeist modelhaft-unbeweglich melancholisch darbietet. Als totale Schwarmfigur für Mädels.

Das einflußreiche US-Magazin „People“ nahm den Briten, standesgemäß, Anfang des Jahres in die Liste der „Sexiest Men Alive“ auf. Seitdem ist der Hype um ihn (mit vielen Beiß-Anfragen) riesig. Die 19jährige KRISTEN STEWART („Into The Wild“; gerade auch in „Das gelbe Segel“ im Kino) hält niedlich-brav mit und dürfte viele Neiderinnen haben. In den USA ist „das Ding“ bereits mächtig-gewaltig angelaufen, was soll der Kritiker da nörgeln? Mit etwa dem dezenten Hinweis der diskreten Auch-Langeweile? Wie sich das hier so „säuselnd“ hinzieht? Nö. Die Effekte kommen dann gut, sind passabel gestrickt, man kann zwischendurch auch schon mal die Augen zumachen, um die kreischende Atmosphäre im Saal aufzunehmen, okay. Ich will keinesfalls stören und lasse DAS achselzuckend laufen…; Teil 3 wurde im übrigen gerade abgedreht und kommt im nächsten Sommer, gleich nach der Fußball-WM (11.6.-11.7.), am 15. Juli 2010 in die Kinos (= 3 PÖNIs).