KLICK

PÖNIs: (2/5)

„KLICK“ von Frank Coraci (USA 2006; B: Steve Koren; Mark O‘Keefe; K: Dean Semler; M: Rupert Gregson-Williams; 107 Minuten; deutscher Kino-Start: 28.09.2006); der neulich das Remake von „In 80 Tagen um die Welt“ (2004) völlig in den (Unterhaltungs-)Sand setzte, und davor mit leichtgewichtigen komödiantischen Späßen wie „Eine Hochzeit zum Verlieben“ (mit Adam Sandler + Drew Barrymore/1997) sowie „Waterboy – Der Typ mit dem Wasserschaden“ (mit Adam Sandler/1998) mehr oder weniger auffiel. Hier adaptiert er, auch, in Motiven, das Ebenezer-Scrooge-Thema aus der gleichnamigen Charles-Dickens-Weihnachts-Geschichte („Die Geister, die ich rief…“/mit Bill Murray/1988), indem er einen mit dem Alltag und seiner beruflich-terminlichen wie privaten Bewältigung überforderten Typen mal in das „Gesamt-Leben“ mit Vergangenheitserinnerungen und Gegenwartsdiagnostik „modern“ blicken lässt. Konkret: Architekt Michael Newman (ADAM SANDLER) ist Workaholic.

Sein ebenso bescheuerter wie blöder, undankbarer Chef (fürchterlich: DAVID HASSELHOFF) lässt ihn schuften und schuften, bis die Schwarte kracht. Über einen exzentrischen Kaufhaus-Tüftler (CHRISTOPHER WALKEN als faustischer Verführer) gelangt er in den Besitz einer „außergewöhnlichen“ Fernbedienung, mit der er nun sein Leben vor- und zurückzuspulen vermag. Schnell/langsam/Stop, wie beliebt. Sozusagen: eine Art Zeitreise in das eigene Ich. Was sich als Komödien-Idee witzig-originell anhört und im Trailer neulich auch prima-kurz-ulkig ‘rüberkam, ist nun, auf 108 Minuten GESTRECKT, lahm, völlig/elendig dauer-zerquatscht, albern-harmlos.

Nur selten blitzen freche, satirisch-pointierte Gags durch, die meiste lange Zeit bleibt die Show unstimmig, fade, ohne Esprit, Charme, Power. Im biederen Amerika kam das beim Publikum ordentlich an, bei uns wirkt dieser Mainstream-Quatsch mit der aufdringlichen Disney-Botschaft – „Die Familie ist das Wichtigste“ – ebenso langweilend/langweilig wie doof. Ach so ja: Schmollmund-Schnuckelbiene KATE BECKINSALE („Pearl Harbor“), die sich ihre Erfüllung als Mutter + Geliebte wünscht, wirkt in ihrer Eva-Herman-Rolle genauso dämlich… (= 2 PÖNIs).

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