Kill the Boss Kritik

KILL THE BOSS“ von Seth Gordon (USA 2010; 98 Minuten; Start D: 01.09.2011); heißt im Original “Horrible Bosses”, also “Schreckliche Vorgesetzte”, nennt gleich drei Drehbuch-Autoren in den Credits und stammt von einem 36jährigen Regisseur, der viel im US-TV-Serien-Bereich und als Dokumentarfilmer gearbeitet hat. Nach seinem Kino-Spielfilmdebüt 2008 mit „Mein Schatz, unsere Familie und ich“ (Original: „Four Christmases“) ist dies seine zweiter Langfilm. Der ziemlich dauerverquatscht in Sketchform davon erzählt, wie sich irgendwelche beknackten „Hangoverchens“ an ihren üblen Vorgesetzten rächen wollen. Sie heißen Nick, Dale & Kurt (Jason Sudeikis, Jason Bateman + Charlie Day). Sind Kumpels, trinken abends schon mal ein Kneipen-Bier und haben stets dasselbe Dauerthema: Die alltäglichen Quälereien am Arbeitsplatz. Nick hat im Büro ein unerträgliches wie sadistischen Schinder-Arschloch (genüsslich: KEVIN SPACEY) vor sich, der ihm, trotz vieler Ackerei, den Aufstieg ins Management gründlich vermasselt. Zahnarzthelfer Dale muss sich an seinem Arbeitsplatz ständig seiner sexbesessenen Doktorin (genüsslich: JENNIFER ANISTON in dunkel) erwehren. Und DIE gibt einfach keine Ruhe, ganz im Gegenteil. Buchhalter Kurt dagegen, bekommt es mit dem neuen, korrupten und kokssüchtigen Junior-Chef (stark hässlich, mit Ansatzglatze: COLIN FARRELL) zu tun. Der den Giftmüll der Chemie-Firma der ahnungslosen Gemeinde profitabel unterjubeln will.

Was also soll man gegen diese Psychos, Nymphos und Flachhirne tun? Um wieder ruhig leben zu können? Siehe „deutscher“ Titel: Ein Killer soll her. Aus dem „Milieu“. Natürlich ist DER von schwarzer Hautfarbe und tief…..solide. Heißt wirklich „Motherfucker“ Jones (Achtung GAG) und wird immerhin von „Ray Charles“ JAMIE FOXX imitiert („Oscar“ für „Ray“). DER weiß die erwachsenen weißen Blubber-Jungs ziemlich auszutricksen. Der Rest ist wenig lachhafte kriminelle Energie, vulgäre Versuchsgags, Körpersaft-Komik, auffälliges Herumgedöns von „Hangover“-Typen-Kopien als fahrige Dauerluschen.

Soll, will politisch unkorrekt sein, wirkt aber nur angestrengt, verkrampft, langweilig. Irrsinnig uncool. Bäh. Auch, weil die Stars in den Nebenparts in/mit ihrem „Charakter-Dreck“ weitaus „fleischiger“ auftreten als diese faden Hampelmänner von Nachfeierabend-„Kriminellen“ (= 2 PÖNIs).

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