GÄNSEHAUT

„GÄNSEHAUT“ von Rob Letterman (USA 2014; B: Darren Lemke, Scott Alexander, Larry Karaszewski; nach der gleichn. Kinderbuch-Reihe von R. L. Stine; K: Javier Aguirresarobe; M: Danny Elfman; 103 Minuten; deutscher Kino-Start: 04.02.2016); schon sein Film-davor, „Gullivers Reisen – Da kommt was Großes auf uns zu“ (s. Kino-KRITIK), war (überhaupt) nicht das Unterhaltungsgelbe vom Ei. Und auch hier tut sich Regisseur Rob Letterman schwer in der Mixtur Animation und Real.

Robert Lawrence Stine, früherer Autoren-Name auch Jovial Bob Stine, zählt als R. L. STINE zu den populärsten wie fleißigsten wie erfolgreichsten amerikanischen Kinder- und Jugendbuch-Schriftstellern überhaupt. Der 72-jährige, der als Vielschreiber bekannt ist, mit zwei Romanveröffentlichungen pro Monat, hat mit der seit 1992 laufenden Gruselbuchserie „Goosebumps“ (= auch Original-Filmtitel) rd. 350 Millionen Exemplare weltweit verkauft, die in 32 Sprachen übersetzt wurden, darunter 70 Bände – unter dem Titel „Gänsehaut“ – auch hierzulande.

Ort der Handlung: die Kleinstadt Greendale. Dorthin ziehen Mutter und Sohn der New Yorker Familie Cooper. Teenager Zach (DYLAN MINNETTE) meint erst, hier ist ja nichts los, doch als er die hübsche Hannah aus dem Nachbarhaus (ODEYA RUSH) kennenlernt, beginnt der Spuk. Zwar ist ihr Vater, genau jener R. L. Stine (JACK BLACK), strikt gegen den Kontakt der Beiden, doch natürlich kann er diesen nicht wirklich verhindern. So dass dadurch zwangsläufig das große dunkle Geheimnis bald gelüftet wird: Mr. Stine ist bekanntlich ein erfolgreicher Verfasser vieler Gruselgeschichten. Mit dem Handicap, dass seine erfundenen Monster, Mutanten und Dämonen tatsächlich „existieren“. Stine aber hat sie bisher in seinen Büchern gut verstecken können. Und dort wären sie auch geblieben, wenn nicht diese Kids so neugierig wären und…

Fortan bedrohen beziehungsweise terrorisieren Aliens, Zombies, ein gigantischer Zottel-Affe, aggressive Gartenzwerge, der böse Clown von Stephen King („ES“), der unsichtbare Mann, Flugmonster, Werwölfe und eine fiese Bauchrednerpuppe als Anführer die Region. Im überflüssigem 3D-Verfahren. Die Teenager-Akteure mimen auf beliebig (Nebenakteur RYAN LEE als ewiger Schisser Champ ist eine Zumutung), während Jack Black („School of Rock“) als schrulliger Schreiber für einige amüsante Ironie-Spitzen sorgt. Und manch filmische Zitate („The Shining“; „Das Fenster zum Hof“; „Blob – Schrecken ohne Namen“) nett ulkig sind.

Insgesamt aber dümpelt der Spuk ziemlich lau vor sich hin, auf Tempo getrimmt, dabei aber ziemlich dümmlich-laut und langweilig–chaotisch. Wo sind die „Ghostbusters“, wenn man sie mal braucht? (= 2 PÖNIs).

 

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