FROM PARIS WITH LOVE

FROM PARIS WITH LOVE“ von Pierre Morel (Fr 2009; 93 Minuten; Start D: 25.03.2010); der 45jährige Regisseur war lange Jahre Kameramann im Umfeld des Pariser Popcorn-Tausendsassas LUC BESSON („Nikita“; „Leon – Der Profi“; „Taxi 1-4“), bevor er 2004 auch als Genre-Regisseur anfing („District 13“). Sein Action-Ding „96 Stunden“, mit Liam Neeson, der die albanische Mafia in Paris eliminierte, war im Vorjahr ein internationaler Erfolg. Jetzt setzt Morel auf (den inzwischen 56jährigen) JOHN TRAVOLTA. Der kommt als völlig durchgeknallter, großmäuliger US-Agent Charlie Wax in die französische Metropole, um sogleich alle(s) und jeden abzuknallen.

Frei nach dem Motto: Erst schießen, dann kann man immer noch fragen. Sein „zartbeseiteter“ smarter, in Paris stationierter Kollege James Reese (langweilig, der Ire JONATHAN RHYS-MEYERS/“Die Kinder der Seidenstraße“; der „King Henry VIII.“ in der TV-Serie „Die Tudors“) kann dagegen immer nur staunen, protestieren und („theoretisch“) empört sein. Eine Travolta-Show also. DER tritt in diesem Gemetzel um Drogengangs und politische Verschwörer speckig, dreckig, feist, mit abgetragener Lederjacke und Ohrbrilli an, erinnert mit Glatze und schwarzem Kinnbart an einen wabbligen, unappetitlichen WALTER ULBRICHT, der nur so um sich wütet und am Ende natürlich „trotzdem“ alles richtig gemacht hat. Blödsinn, Schwachsinn, Dauergeballer, ohne erkennbaren Spaß und Sinn, weder als ironischer Krawall noch als überhöhtes Dauer-Massaker. Nur einfach reaktionär und moderner Western-Gewalt-Müll ohne Substanz (= 1 PÖNI).