Frequenz Mord Kritik

In „FREQUENZ MORD“ von Elisabeth Rappeneau (Co-B+R; Fr 1988; 103 Minuten; Start D: 09.03.1989); spielt Catherine Deneuve eine Psychologin.

Die arbeitet beim Notdienst und moderiert nachts eine erfolgreiche Talkshow bei einem populären Rundfunksender. Und dort erhält sie mittenmal merkwürdige, unheilvolle Anrufe. Keine Frage, Madame steckt mittendrin im Schlamassel. Irgendjemand aus ihrer Vergangenheit stellt ihr nach, bedroht sie, macht ihr Angst.

Der Kriminalfall in “Frequenz Mord“ ist nicht das Wichtigste, denn er entpuppt sich schon sehr bald als simpel und vorhersehbar. Vielmehr ist interessant, wie die Co-Autorin und Regisseurin Elisabeth Rappeneau die Menschen und die Atmosphäre beschreibt. Das Großstadtleben macht so ziemlich alle fertig, könnte ein Motto lauten. Und: Es gibt kaum mehr gesunde, “normale“ Menschen. Jeder ist auf seine Weise krank, verrückt, mitgenommen von den hektischen Errungenschaften der Zivilisation. Liebe ist Beziehung für den Moment, dann geht jeder schon wieder seinen Geschäften nach. Nichts hat Beständigkeit außer der Angst.

“Frequenz Mord“ ist ein bemerkenswerter Film, wenn man hinter den Kriminalfall blickt (= 3 ½ PÖNIs).

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