FIRST KILL

„FIRST KILL“ von Steven C. Miller (USA 2016; B: Nick Gordon; K: Brandon Cox; M: Ryan Franks + Scott Nickoley; 101 Minuten; Heimkino-VÖ: 22.3.2018); sie gehörten viele Jahre zu den „Top-Heros“ im Hollywood-Kino: „Oscar“-Preisträger Nicolas Cage, Jahrgang 1964 („Leaving Las Vegas“/1996), Neffe von Francis Ford Coppola, der sowohl als Charakter-Mime („Mondsüchtig“; „Stadt der Engel“) wie auch als Action-Star („The Rock“; „Con Air“; „Nur noch 60 Sekunden“) präsent war  sowie  sein nicht minder qualifizierter „Amtskollege“ BRUCE WILLIS, Jahrgang 1955, der sich auch sowohl als Action-Draufgänger (zum Beispiel in der „Stirb langsam“-Reihe) wie auch als Charakter-Darsteller  („The Sixth Sense“) und Komödiant („Blind Date – Verabredung mit einer Unbekannten“) hervortat, bevor es: mit Beiden abwärts ging. Cage dümpelt seit Jahren fast nur noch beziehungsweise dauernd in drittklassigen Movies herum, um von seinen immensen Steuerschulden ´runterzukommen, und bei Willis ist es niveaumäßig ähnlich; auch er trat und tritt (zu) oft nur noch in minderen B- bis C-Movies auf, die – verständlicherweise – erst gar nicht mehr in unsere Kinos gelangen. Letzte Beispiele: „Extraction“ (2015) und „Marauders“ (2016), beide von Steven C. Miller gedreht, die so mies waren, dass ich sie innerhalb dieser Heimkino-Rubrik nicht vorstellen wollte. Und auch der am 4. Dezember 2017 bei uns gleich im Heim-Kino herausgekommene Bruce Willis-Streifen „Once Upon A Time In Venice“ von Mark Cullen war dermaßen bescheuert, dass ich ihm hier keinen (Kritik-)Platz einräumen wollte. Vor einigen Wochen allerdings startete sein aktueller Film „Death Wish“ – das Remake des Rache-Klassikers „Ein Mann sieht rot“ von Michael Winner aus dem Jahr 1974 (mit Charles Bronson) – doch in unseren Lichtspielhäusern (und ist dort inzwischen schon wieder fast `raus); aber da ich ihn bei der einmaligen Pressevorführung vorher verpasste, werde ich ihn anlässlich des hiesigen Demnächst-Heimkinostarts dann nach-besprechen.

Warum der ganze Vorspann? Weil ich mich „traue“, jetzt doch mal einen halbwegs akzeptablen, spannenden B-Film des einstigen Superstars zu besprechen, der soeben als deutsche Premiere im hiesigen Heim-Kino veröffentlicht wurde. Dabei arbeitete Bruce Willis zum dritten Male mit dem US-amerikanischen Regisseur Steven C. Miller, Jahrgang 1981, zusammen, der sich vor allem im Action- und Horrorfilm-Genre („Silent Night“/2012) tummelt (davor zuletzt: „Arsenal“, ein grauslicher Thriller mit Nicolas Cage; der bei uns im Vorjahr auch gleich im Heim-Kino herausgebracht wurde, und auf dessen Besprechung ich auch dankend verzichtete).

Eine amerikanische Familie. In New York. Die Eltern arbeiten hart und viel, ihr 11jähriger Sohn Danny (TY SHELTON) wird in der Schule gemobbt, und weil er sich nicht wehrt, beschließt die Familie einen Provinz-Ausflug zu Verwandten nach Ohio zu starten. Dort geht Daddy mit Sohn auf die Jagd, damit aus ihm ein kleiner „richtiger“, also abgehärteter Sohn wird. Der sich schon mal wehren soll, wenn es zu „ungemütlich“ wird. Natürlich nicht mit dem Gewehr, aber immerhin. Das Gefühl zum Dagegenhalten soll er bekommen. Man geht also auf die Pirsch in den Wald und gerät mitten hinein in einen – etwas wacklig zusammengeschusterten – Kriminalfall, in denen Bankräuber, Polizisten und die Danny-Entführung für eine ganz ordentliche Spannungsgeschichte sorgen. Und Papa in Notwehr einen Angreifer, der ein Polizist war, tötet. Bruce Willis mimt den besorgten Polizeichef der Gemeinde, während HAYDEN CHRISTENSEN, der Anakin Skaywalker aus den „Star Wars II + III“-Filmen („Angriff der Klonkrieger/2002 + „Die Rache der Sith“/2005), den gestressten Vater spielt, bei dem man – weil er sich so „unordentlich“ verhält – auch nicht sicher ist, ob er nicht doch irgendetwas zu tun hat mit der Gier auf die Riesenbeute von über 2 Millionen Dollar. An die so viele ´ranwollen.

Sogar Ernest Hemingway wird einmal zitiert (hat er das wirklich gesagt: „Keine Jagd ist wie DIE auf Menschen“?), ansonsten läuft hier die Unterhaltungschose für einen DVD-/BluRay-Abend ganz ordentlich durch. Gerade im Hinblick auf die des Öfteren wechselnden Positionen der Beteiligten will man bis zum passablen Schluss wissen, wer wieso und überhaupt…, also: wie sich alles auflöst. Im Bonusmaterial, genannt „Extras“, loben sich die Beteiligten (allerdings ohne Statements von Bruce Willis und Hayden Christensen) vehement für die Realisierung von „First Kill“ (= 3 PÖNIs).

Anbieter: „NEW KSM“.