DIE FABELHAFTEN BAKER BOYS

Seit 15 Jahren tingeln sie als Piano-Duo mit ihrem Evergreen-Repertoire durch die Bars amerikanischer Mittelklasse-Hotels, die Brüder Frank und Jack Baker. Um wieder ein bisschen besser in Form und Stimmung zu kommen, wollen sie eine Sängerin engagieren. Doch das Vorsingen von 37 eher mäßig talentierten Bewerberinnen erweist sich als Niete. Bis SIE auftaucht, und sie hat auch gleich ihren ersten Auftritt. Susie Diamond nennt sie sich, und der Name ist glattes Versprechen. Als Trio geht es aufwärts mit den Boys und Susie. Doch nun ist auch nichts mehr so wie es vorher war, so gemütlich und glatt. Obwohl sich Lonely-Boy Jack alle Mühe gibt, den coolen, desinteressierten, nichts mehr aus der Fassung bringenden Kerl zu spielen, läuft er innerlich ganz heiß an. Zoff ist angesagt. Mit viel Gefühl und sogar handfest. Frank, der brave Bürger mit Familie und Haus, will Entertainment und Ruhe retten. Jack, der eigenwillige Grummel-Typ, merkt, dass er seine Gefühle nach den schmerzhaften Erfahrungen nicht ewig verkümmern und verstecken kann.

Mit dem Erstlingswerk „DIE FABELHAFTEN BAKER BOYS“ von Steven KIoves (B+R; USA 1989; K: Michael Ballhaus 114 Minuten; Start D: 26.04.1990; Videoveröffentlichung: 02.02.1991; DVD- Veröffentlichung: 20.11.2000) vor zwei Jahren fabelhaftes Kino. Lässig, ohne zu übertreiben, spannend und sinnlich, ohne ordinär zu wirken, geht es um die ewig junge Geschichte: Boy meets Girl. Dass die wieder einmal so vortrefflich rüberkommt, liegt an den hervorragenden Hauptakteuren, den Brüdern JEFF und BEAU BRIDGES und vor allem an der faszinierenden MICHELLE PFEIFFER. Sie beherrscht die Szenerie nach Belieben und sorgt mit Temperament, Charme und ihrer Stimme, sie singt auch einige Songs selber, für d a s emotionale Feuer.

“Die fabelhaften Baker Boys“ von Steven Kloves ist ein wunderbarer Film mit Kult- und Klassik-Geschmack (= 4 PÖNIs).