DIE ABENTEUER VON WOLFSBLUT

„DIE ABENTEUER VON WOLFSBLUT“ von Alexandre Espigares (Fr/Luxemburg 2016/2017; B: Serge Frydman; Philippe Lioret; Dominique Monfery; nach dem Roman „Wolfsblut“ von Jack London/1906; Animation: Oriol Borrell; M: Bruno Coulais; 85 Minuten; deutscher Kino-Start: 04.10.2018); der Stoff ist legendär – der Roman „Wolfsblut“, Ersterscheinung: 1906, ist weltweit populär und wurde vielmals filmisch adaptiert, so zum Beispiel 1973 in Italien von Lucio Fulci, mit Franco Nero, und zuletzt 1991 in den USA unter der Regie von Randal Kleiser, mit Klaus Maria Brandauer und Ethan Hawke sowie Seymour Cassel in den Hauptrollen. Die neueste Version kommt animiert daher, die Leitung hatte der spanisch-luxemburgische „Oscar“-Preisträger ALEXANDRE ESPIGARES („Mr. Hublot“/2014/“Bester animierter Kurzfilm“) und kann sich imposant, mit viel prächtig-atmosphärischer naturalistischer Kulissen-Stimmung, sehen lassen.

Dabei wird auch das Thema variiert. Denn nicht die süßliche Tier-Mensch-Freundschaft bildet die Hauptposition, sondern die Ballade über ein eigenständiges Tier, das sich in die Welt der Menschen wagt, dort sehr viele und nicht nur „freundliche“ Abenteuer bei verschiedenen Herren erlebt. Und übersteht. Während selbst die dem Hund wohlwollenden Menschen mitunter erhebliche Schwierigkeiten haben, sich dem Tier positiv zu nähern. Dabei werden wir auch nicht mit dauerndem Erklärungsgeplapper zugemüllt, sondern – ganz im Gegenteil: Es ist SEHR erfreulich und stimmungsvoll, wie sehr sich der Film oft „nur“ auf seine ausdrucksstarken und „aussagekräftigen“ Bilder und animierten Motive verlässt, verlassen kann. Während der Schurke in diesem Film – der kleinwüchsige „Beauty“ Smith, der bestialische, lukrative Hundekämpfe veranstaltet -, sich als ein ganz besonders „zugkräftiger“ Bösewicht-Saukerl entpuppt. Dem beizukommen „Wolfsblut“ wie seinen „guten“ Besitzern alles andere als leicht fällt. Nicht ganz zufällig und unbeabsichtigt dürfte auch sein, dass die Zweibeiner hier um einiges „uneleganter“ gezeichnet wurden als die vergleichsweise geschmeidigen Tiere.

Man kann auch sagen  –  dieses neue, prima unterhaltsame Familienfilm-Abenteuer um diesen tapferen, cleveren Hund „Wolfsblut“ nähert sich mehr der heutigen Realität an, wo „Mensch“ mit „Tier“ bekanntlich viel Schindluder betreibt und „WIR“ den Tieren gerne beistehen, innerhalb unserer Werte-Gemeinschaft ein artgerechtes gutes Leben führen zu können  (= 4 PÖNIs).

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