CRIMINAL SQUAD

„CRIMINAL SQUAD“ von Christian Gudegast (Co-B + R; USA 2017; Co-B: Paul Scheuring; K: Terry Stacey; M: Cliff Martinez; 125 Minuten); im Original heißt der Film „Den of Thieves“, was so viel heißt wie „Räuberhöhle“; der „deutsche“Kinotitel lautet, wie dümmlich: „Criminal Squad“ = „Kriminaltruppe“. Bekanntes Thema: Polizisten und Gangster unterscheidet oft nur die Polizeimarke. Wie hier. In Los Angeles. Da scheint eine Bank absolut Überfall-resistent zu sein. Was prompt eine Gruppe von bislang sehr „erfolgreichen“ Räubern (darunter „50 Cent“, Pablo Schreiber) auf den ehrgeizigen Plan ruft. Um ihnen „auf Augenhöhe“ zu begegnen, muss natürlich eine „besonders intensive“ Eliteeinheit von der Sheriff-Gegenseite her („Wir sind eine Gang, nur mit Dienstmarke“). Unter Führung des berüchtigten Nick Flanagan (GERARD BUTLER), der es mit den gesetzlichen Vorlagen und Regeln nicht so genau nimmt. Ebenso wie seine Männer. Erst schießen, dann fragen. Dann geht die Ballerei los. Doch die Duelle wirken eher ermüdend, routiniert veranstaltet, das übliche Getue, im sterilen Gegenschnitt, ich schieße, Schnitt, du bist getroffen, schau‘ mal. Bäh.

Dies ist ein Drecksfilm ohne markanten Schmutz, natürlich ohne Sinn, begleitet von üblichen „Sack“-Sprüchen: Kerle, die glauben, besonders viele Eier in der Hose zu haben, entsprechend debil auf- und herum-treten, deshalb mit ihren Waffen als Penis-Zusatz „die volle Kanne“ hantieren, ihre bescheuerten Macho-Blicke geil finden und mit diesem Macho-Verbal-Rotz herum-blöken. Primitiver Schwachsinn. Alpha-Tiere mit ihren absonderlich-„männlichen“ Tattoos legen los. Eklig. Zum Nur-Wütend-Werden. Vor soviel krankem Brüll-Quatsch.

Christian Gudegast, sonst „nur“ Drehbuch-Autor („London Has Fallen“; auch mit Gerard Butler), liefert hier seinen Regie-Debütfilm ab: als ein Stück fader, übel-grobschlächtiger Dummbazi-Genre-Mist, ohne jegliche wirkliche Spannung (= O PÖNIs).