Back in the Game Kritik

BACK IN THE GAME“ von Robert Lorenz (USA 2012; 111 Minuten; Start D: 29.11.2012); das war neulich schon peinlich, wie der 82jährige vierfache “Oscar”-Hero CLINT EASTWOOD auf dem Sommer-Parteitag der Republikaner mit einem leeren Stuhl einen wirren Dialog abhielt, um für deren Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney zu werben. Spöttisch, aber nicht sehr weit hergeholt, so alt sieht ER auch in seinem neuesten Film aus. Bei dem er die Regie seinem langjährigen Produzenten-Kumpel und Regie-Assistenten Robert Lorenz für dessen Regie-Debüt überließ.

Eastwood mimt einen tattrigen Baseball-Scout der „Atlanta Braves“. Will sich seine Altersmucken nicht eingestehen und noch nicht in den Ruhestand gehen. Treibt sich weiterhin stattdessen „mühselig“ auf den Sportplätzen herum, während im Verein ein junger dynamischer Konkurrent unruhig auf seine Chance lauert, um diesen altersstarren Gus Lobel endlich abzulösen. Weil er sein Leblang sich kaum um seine Tochter gekümmert hat, ist ihre Beziehung mittlerweile frostig. Doch dann kehrt die ehrgeizige, karriereorientierte Anwältin (AMY ADAMS) „trotzdem“ an seine Seite zurück, um ihm noch einmal bei seinem letzten Talent-Wurf zu unterstützen. Zudem ergibt sich für sie dann auch ein liebliches Scharmützel mit Johnny, einem zwar konkurrierenden, aber natürlich schmucken und sauberen Talentsucher (JUSTIN TIMBERLAKE).

Die Familie. Und ihre (sehr) in die Länge gezogene Zusammenführung. Mit ein paar gekünstelten „Aufregungen“, bei denen immerhin auch ein gestandener Hollywoodfuchs wie JOHN GOODMAN (Argo“) freundlich mit-diskutiert. Ansonsten passiert nix. Sonderlich an- oder aufregendes.
„TROUBLE WITH THE CURVE, so der Originaltitel, ist ein ganz altertümliches, ganz braves, witzlos-harmlos bodenständiges Greisen-Drama. Mit einigem bemühten, aber auch reichlich langweiligen Trocken-Charme. Eastwood sieht hier jedenfalls wirklich nur noch ganz alt aus (= 2 PÖNIs).