Tatort vom 05.03.2017

Die Schweizer durften im ARD-„Tatort“ 1013 ermitteln. Unter dem Titel „KRIEGSSPLITTER“ wurde ein gut gemeintes, aber viel zu öde zubereitetes Thema angegangen.

In Luzern: Kriegsverbrechen und Kriegsverbrecher. Aus dem Tschetschenien-Krieg. Die Opfer-Kinder von gestern rechnen heute ab. Inszenatorisch zieht sich die auch nicht sehr deutlich formulierte Handlung hin, mit Personen, die wenig wirklich identifizierbar erscheinen. Das Polizisten-Paar – gespielt von Stefan Gubser als Reto Flückiger & Delia Mayer als Liz Ritschard – reißt in ihrer Bedächtigkeits-Mentalität auch nicht gerade aus dem Sessel. Ihr Vorgesetzter, dieser graue wie sarkastische Krawatten-Schlaks, macht da kurz weit mehr her. Na ja, und dass Reto eine Affäre mit einer verheirateten Frau hat und deshalb in ihrem Stunden-Hotel alles Kriminalistische beginnt, ist auch im Grunde egal.

Der zweite verschenkte „Tatort“-Sonntag hintereinander. Nun macht mal hinne, wir wir in Berlin sagen: Eine sich steigernde Ungeduld nach „was Spannungs-Besserem“ macht sich bemerkbar. Hallo ARD: Wie lasch geht ihr eigentlich mit diesem Qualitäts-Produkt mehr und mehr um….