NACH EINER WAHREN GESCHICHTE

„NACH EINER WAHREN GESCHICHTE“ von Roman Polanski (Co-B + R; Fr/Belgien/Polen 2016; Co-B: Olivier Assayas; nach dem gleichn. Roman von Delphine de Vigan/2015; K: Pawel Edelman; M: Alexandre Desplat; 100 Minuten); schade, denn mit diesem Alterswerk ramponiert der (zur Drehzeit) 83jährige „Oscar“-Preisträger ROMAN POLANSKI („Der Pianist“) seinen guten Film-Ruf. Denn die Geschichte ist banal, wirkt kraftlos und bieder. Zwei Frauen. Die erfolgreiche, aber erschöpfte – und offensichtlich auch naive – Schriftstellerin Delphine (Polanskis Ehefrau EMMANUELE SEIGNER, mit der er zum fünften Film-Male zusammenarbeitet), die zudem an einer Schreibblockade leidet, und „ihr Fan“, eine Auftragsschreiberin namens Elle (EVA GREEN). Selbige such den Kontakt zur „geschwächten“ Autorin, schafft es, sich in ihr Vertrauen einzuschmeicheln und schließlich sogar in ihre Wohnung und Intimsphäre einzuschleimen, um dort sozusagen „das Regiment“ zu übernehmen. Was Delphines Lebenspartner Francois (VINCENT PEREZ) nicht mitbekommt, weil er sich für längere Zeit in den USA aufhält und sie ihm „dies“ vorenthält. Die vorhersehbare Chose entwickelt sich wie gehabt: Irgendwann verliert Delphine ihre Identität; aus Elle, der „guten, besorgten“ Freundin, wird eine bedrohliche, rabiate Konkurrentin.

Langweilige Posen inmitten einer ebensolchen Posse; weder listiger Thriller-Fisch noch reizvolles Drama-Fleisch, sondern gekünstelter, spannungsloser Murks, der sich in gediegener Behäbigkeit und emotionaler Gleichgültigkeit verliert (= 1 PÖNI).