10,000 B.C. Kritik

10.000 BC“ von Roland Emmerich (B+R; USA/Südafrika 2007; 109 Minuten; Start D: 06.03.2008) von Roland Emmerich. Der 42jährige Schwabe (geb. in Stuttgart), der 1984 seinen Abschluss an der Hochschule für Film und Fernsehen/München mit dem 1,2 Mio. DM-Projekt „Das Arche Noah Prinzip“ machte, spielt ja bekanntlich seit Jahren in Hollywood mit Special-Effects bzw. im Fantasy-Kino. Mit unterschiedlichem Erfolg („The Day After Tomorrow“/2004; „Der Patriot“/2000; „Godzilla“/1998; „Independence Day“/1996).

Jetzt nun begibt er sich in vor-biblische Zeiten und erzählt von zwei ganz unterschiedlichen Volksstämmen. Man kann sie in etwa SO definieren: Die primitiven Netten und die aggressiven Bösen. Die Bösen überfallen die Netten, nehmen die Kerle der Netten als Sklaven mit und klauen dabei auch die niedliche junge Frau eines Anführers der Netten. Der hat mit einigen Getreuen überlebt und verfolgt nun die Schurken. Filmisch geht es nun folgendermaßen voran: ARMIN MUELLER-STAHL erzählt uns als Off-Kommentator, was hier so los ist, was die Beteiligten denken, machen, fühlen, wie sie leben, und dann zeigt uns das-genau Emmerich nach. Mit grandiosen Landschaftsbildern (= gedreht wurde in der Wüste Namibias, im südafrikanischen Kapstadt und im winterlichen Neuseeland) und viel laufendem und erklärendem Personal. Denn auch die vorzeitlichen Schmutz-Menschen, mit allerdings blitzsauberen Zähnen, erklären uns immer jeweils ihre laufenden Gedanken und Aktivitäten, bevor sie „ES“ dann „darstellerisch“ umsetzen. Während die Musik ständig suppt und dröhnt.

Im Grunde ist dies auch eine Art Stummfilm-Mechanik mit Erklärern und permanenten Krach-Klängen. Roland Emmerich hat wieder einmal ERHEBLICHE MÜHEN, Charaktere zu beschreiben, Inhalte filmisch zu erklären und voranzubringen, ist im Grunde WIRKLICH nur an seinen ordentlichen Computer-Effekten interessiert. „Das Puppenspiel(en)“ sozusagen am/mit dem Rechner. Da tauchen dann Säbelzahnkatzen, Mammutherden und vom „Jurassic Park“ ausgeliehene aggressive Riesen-Strauße auf, aber das bzw. die sind keineswegs abendfüllend. Auch dass es hier historisch, sagen wir mal, „ungenau“ zugeht, ist unwichtig, weil es das ganze Spektakel auch ist: Völlig unwichtig, belanglos, banal, blöd, langweilig, belästigend: Keine Unterhaltung möglich.

Zudem: Die uninteressanten Darsteller kommen auch irgendwo aus der 3./4. Reihe (Steven Strait und die nur-ewig-staunend-lächelnd-lahmaschige Camilla Belle???), also – mit KLÄGLICH bis DÄMLICH ordnen wir hier die Plus-Minus-100 Millionen-Dollar-Show richtig ein: Viel Dampf um ein Nichts von Kintopp (= 1 PÖNI).