1.) GESCHEITE DOPPELBÖDIGE LACHHAFTE DEUTSCHE-KOMÖDIE. Titel = „EXTRAWURST“ von MARCUS H. ROSENMÜLLER (D 2025; B: Dietmar Jacobs; Moritz Netenjakob; K: Daniel Gottschalk; M: Gerd Baumann; 100 Minuten; deutscher Kino-Start: 15.01.2026). Schön, dass es „S0 ETWAS“ auch gibt. Erst war ES ein prima-komisches Stück im (in Berlin: im Renaissance-)Theater, jetzt tritt selbiges als Leinwand-Wonneproppen in großartig unterhaltsame Erscheinung. Die Rede ist von der angenehm respektlosen Dorfkomödie „EXTRAWURST“, angesiedelt in Lengenheide, wo ein Dauervorsitzender namens Heribert Bräsemann (HAPE KERKELING) die Geschicke lenkt. Also leitet. Und dies würde er wahrscheinlich auch die nächsten Jahre/Jahrzehnte tun, gäbe es nicht plötzliche Zwistigkeiten. Dabei ist doch EIGENTLICH alles klar: Heribert und sein ehrgeiziger Stellvertreter Matthias Scholz (FRIEDRICH MÜCKE) lassen über die Anschaffung eines Grills für die nächste Vereinsfeier abstimmen. EIGENTLICH ist ja alles klar, doch der hippe Werbetexter Torsten Pfaff (CHRISTOPH MARIA HERBST), von Berlin in die Provinz ausgewandert, haut noch einen flotten Spruch raus, damit die dröge Versammlung ein schnelles Ende findet. Wir ahnen – mitnichten. Denn seine Gattin Melanie (ANJA KNAUER) schlägt vor, für ihren Doppelpartner Erol (FAHRI YARDIM), dem einzigen muslimischen Mitglied des Vereins, einen zweiten Grill zu kaufen. Denn, bekanntermaßen, also EIGENTLICH, dürfen gläubige Muslime ihre Grillwürste nicht auf einen Rost mit Schweinefleisch legen. Also dort braten lassen. Jedenfalls – die gut gemeinte Idee führt SATZ für SATZ zu einem turbulenten Schlagabtausch, bei dem Atheisten und Gläubige, Deutsche und Türken, Gutmenschen und Hardliner frontal aufeinanderprallen. Die Folgen: Hier geht es EIGENTLICH um viel viel mehr als „nur“ um einen weiteren Grill…..
Will sagen – Aus der EIGENTLICHEN organisatorischen Entscheidung entwickelt sich eine Debatte über kulturelle und religiöse Unterschiede sowie um Fragen – mit „schweren Antworten“ – zum EIGENTLICHEN gesellschaftlichen Zusammenleben. Im aufgebrachten Lengenheide.
Kurzum: „EXTRAWURST“ zählte zu den witzigsten und erfolgreichsten Bühnenstücke der letzten Boulevard-Jahre. Entfacht jetzt auch auf der Leinwand eine knallige, schweinekomische Volltreffer-Komödie. Sozusagen, funktioniert p r ä c h t i g als scharfzüngig-witziger, deutsch-türkischer Kulturreport. SOZUSAGEN. Also: Wunderbar. Also eigentlich (= 4 1/2 PÖNIs).
2.) STIMMUNG. Titel = „SONG SUNG BLUE“ von CRAIG BREWER (B + Produktion + R; USA 2024; K: Amy Vincent; M: Scott Bomar; 132 Minuten; deutscher Kino-Start: 08.01.2026 2024). DER FILM basiert auf der gleichnamigen Dokumentation von Greg Kohs von 2008.
Als Mike Sardina (HUGH JACKMAN) die Sängerin Claire Stengl (KATE HUDSON) zum ersten Mal auf der Bühne sieht, ist es sofort geschehen. Mike, ein Vietnam-Veteran und ehemaliger Alkoholiker, jobbt als Mechaniker, doch sein Herz schlägt für die Musik, die er abends auf kleinen Bühnen spielt. In Claire erkennt er dieselbe Begeisterung. Zwischen den beiden entsteht bald eine tiefe Verbundenheit. Sie gründen die NEIL-DIAMOND-TRIBUTE-BAND „Lightning & THUNDER“, und dies ist der Beginn einer unvergesslichen Liebesgeschichte, die weit über die gemeinsame Leidenschaft zur Musik hinauseilt.
Mit „SONG SUNG BLUE“ präsentiert der Autoren-Regisseur Craig Brewer ein faszinierendes Epos über die innige und kreative Verbindung zweier Musiker, die beweisen, dass es keine Rolle spielt, wann im Leben man sich findet, Hauptsache, Herz und Musik schlagen im gleichen Takt. Inspiriert von wahren Begebenheiten erzählt der Film die Geschichte von Claire und Mike Sardina, die es als Band „Lightning & Thunder“ von einer kleinen Garage bis in die Clubs von Milwaukee schaffen. Das Paar gelangt zu unerwartetem Erfolg, der allein auf der engen Verbundenheit zueinander beruht. Selbst als ein Schicksalsschlag alles verändert, besinnen sich die beiden auf ihre Liebe – zur Musik und zueinander. „Eine auf wahren Begebenheiten basierende unterhaltsame Mixtur aus Biopic und Musikfilm, die in der ersten Hälfte durch perfekt nachempfundene Auftritte des Duos überzeugt, um dann ins leckere Fahrwasser eines Melodrams zu münden. Hochemotional und leidenschaftlich“. Der Soundtrack zum Film (mit 16 Songs) wurde am 19. Dezember 2025 bei Back Lot Music veröffentlicht. Hudson und Jackman nahmen sämtliche Lieder im Studio vor Beginn der Dreharbeiten auf, und DIE hören sich heute „flott“ an (= 4 PÖNIs).
3.) PIKANT. HEFTIGER THRILLER. Titel = „THE HOUSEMAID – WENN SIE WÜSSTE“ von Paul Feig (Co-Produktion + R; USA 2025; B: Rebecca Sonnenshine; basiert auf dem gleichnamigen Roman von Freida McFadden/2022, der auf Deutsch unter dem Titel „Wenn sie wüsste“ erschien; K: JOHN SCHWARTZMAN; M: THEODORE SHAPIRO; 132 Minuten; deutscher Kino-Start: 15.01.2026). Lassen wir es uns gefallen – wenn sich beziehungsweise wie sich das fiese fiese Duell zwischen Hausmädchen und Hausfrau im Sinne eines modernen Horrormärchens entwickelt. Ich mag solch spezielle Spannung.
Nicht jeder Neuanfang bietet eine zweite Chance. Die 27-jährigeMillie Calloway (SYDNEY SWEENEY) hofft nach der Entlassung aus dem Gefängnis bei einem wohlhabenden Ehepaar neu anfangen zu können. Doch schon bald merkt sie, dass sich hinter der Fassade aus Luxus und Eleganz eine dunkle Wahrheit verbirgt, die weitaus gefährlicher ist als ihre eigene. Ein verführerisches Spiel und gemeine Geheimnisse, Skandale und vor allem viel Wut-Macht strahlt herum. Mit, natürlich, zünftigen Überraschungen…, also Enthüllungen.
Robuste Suspense dominiert. Sydney Sweeney und AMANDA SEYFRIED (als Nina Winchester) bestimmen in dieser Turbulenz aus Melodram, Groschenroman, Gesellschaftssatire und Horrordrama die Spuren. Während der Regisseur „zuletzt auf eine überdrehte Vergeltungsfantasie“ setzt („Filmdienst“), mit der, möglicherweise, Gerechtigkeit herbeigeführt werden kann. Man darf ziemlich staunen. Manchmal mehr, manchmal , vor allem im Mittelteil, weniger (= 3 1/2 PÖNIs).
4.) TV-TIPP: Und nochmal, nach kürzlich erst auftauchend, STUTTGART. Mit den Ermittlern LANNERT & BOOTZ (alias RICHY MÜLLER und FELIX KLARE). Unter dem Titel „EX-IT“ bemühen sie sich, schwierige Lösungen zu vollziehen. In der bewährten ARD-„TATORT“-Krimi-Art. Meine Kritik gibt es nach der 20.15 Uhr-Sendung am SONNTAG-ABEND auf allen bekannten Kanälen.
5.) MUSIK: CAROLE KING, geboren als Carol Joan Klein am 9. Februar 1942, ist eine amerikanische Singer-Songwriterin und Musikerin, die für ihre umfangreichen Beiträge zur Popmusik bekannt ist. Sie schrieb oder war Co-Autorin von 118 Songs, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in den Billboard Hot 100 vertreten waren, und 61 Songs, die die britischen Charts erreichten. Damit etablierte sie sich von 1962 bis 2005 als die erfolgreichste Songwriterin in den britischen Singlecharts. „YOU’VE GOT A FRIEND“ ist ein Lied und eine Single von ihr aus dem Jahr 1971. King nahm es erstmals auf und veröffentlichte es auf ihrem zweiten Studioalbum „Tapestry“.
„You’ve Got a Friend“ gewann bei den 14. jährlichen Grammy Awards 1972 einen Grammy Award („Song des Jahres“). Mein musikalischer Favorit in dieser Woche:
In dem Sinne – „DU HAST EINEN FREUND“ – Grüße aus Berlin
PÖNI Pönack
