PÖNIs: (5/5)
DAS GENIE UND DAS DAHINTER. Titel = „LIKE A COMPLETE UNKNOWN“ von JAMES MANGOLD (Co-B + Produktion; USA 2024; Co-B: Jay Cocks; === als Grundlage dient das Sachbuch „Dylan Goes Electric!“ von Elijah Wald ===; K: Phedon Papamichael; M: Nicholai Baxter; Steven Gizicki; 141 Minuten; deutscher Kino-Start: 27.02.2025). Sein Name ist längst ein Begriff: TIMOTHÉE CHALAMET, geboren am 27. Dezember 1995 in New York City. Dem US-amerikanisch-französischen Schauspieler gelang 2017 mit dem Film „Call Me by Your Name“, für den er eine „Oscar“-Nominierung bekam, der Durchbruch. Mit Hauptrollen in Blockbustern wie der „Dune“-Filmtrilogie (seit 2021) und „Wonka“ (2023) etablierte er sich als Hollywood-Star. Bei Bekanntgabe der „Oscar“-Nominierungen 2025 erhielt „LIKE A COMPLETE UNKNOWN“ acht Nominierungen, darunter: Film; Regie, Hauptdarsteller.New York City. In den frühen 1960er-Jahren. Die Musikszene pulsiert, alles ist geprägt von einer immensen kulturellen Aufbruchstimmung. Ein geheimnisvoller 19-jähriger aus Minnesota kommt mit seiner Gitarre und seinem außergewöhnlichen Talent in West Village an. Er wird den Lauf der Geschichte amerikanischer Musik grundlegend verändern. Während er auf seinem Weg zum Ruhm engste Freundschaften und Beziehungen aufbaut, ändert er auch seine Einstellung zur Folk-Bewegung, von der er sich nicht vereinnahmen lassen will. Trifft er eine provokante Entscheidung, die einen kulturellen Nachhall in der ganzen Welt auslöst.
Timothée Chalamét spielt UND SINGT den Part des Bob Dylan, ummantelt von einer elektrisierenden Geschichte hinter dem Aufstieg des legendären Singer-Songwriters aller Zeiten. Dies bringt ihm 2025 seine zweite „Oscar“-Nominierung als „Bester Hauptdarsteller“ ein. Dafür hatte er fünf Jahre lang Gitarre und Mundharmonika gelernt, die Musikaufnahmen erfolgten live. An seiner Seite spielen – ebenfalls brillant – der mehrfach „Oscar“-nominierte EDWARD NORTON (als Pete Seeger) sowie ELLE FANNING (als Sylvie Russo).
JAMES MANGOLD, der New Yorker-Autoren-Regisseur und Filmproduzent, der sich mit Filmwerken wie „Walk the Line“ (mit dem Johnny Cash-Porträt), „Todeszug nach Yuma“, einem legendären Western und „Le Mans 66 – Gegen jede Chance“ (2019) hervorgetan hat, vermag auch hier faszinierend, bewegend, in den Unterhaltungsbann zu ziehen. Während „Wikipedia“ vermeldet: „Die von Elle Fanning dargestellte Figur der Sylvie Russo ist eine fiktionalisierte Version von Suze Rotolo, die in den 1960er-Jahren mit Bob Dylan liiert war. Der Film nimmt sich künstlerische Freiheiten in Fragen der chronologischen Reihenfolge der Ereignisse, es gibt fiktionale Charaktere und Darstellungen, bestimmte Weggefährten Dylans tauchen nicht oder nur sehr randständig auf“. Okay.
Wer DAS (Meisterstück) nicht genießt, ist selbst ungenießbar (= 5 PÖNIs).