VERPISS DICH, SCHNEEWITCHEN

„VERPISS DICH, SCHNEEWITCHEN“ von Cüneyt Kaya (Co-B + R; D 2016; Co-B: Rainer Bender; Stefan Höh; Matthias Brod; K: Tomas Erhart; 88 Minuten); sein Debütfilm – „Ummah – Unter Freunden“ (2013; mit Frederick Lau) – hat mir gefallen, besaß Atmosphäre und authentische Typen-Charaktere. Doch der Nachfolger-Streich vom Berliner Regisseur und Co-Drehbuch-Autor Cüneyt Kaya verkommt zu einer nur voll peinlichen, schmerzhaften Fremdschämen-Komödie. Voller handwerklichem Geschluder, schauerlichen inhaltlichen Verpeiler-Gags, schlecht in haarsträubende Szenen bewegte Darsteller. An der Rampe: Der 40jährige Mannheimer Komiker BÜLENT CEYLAN, der mit den gigantisch langen dunklen Haaren, der hier einen Sammy mimt, der über eine Casting-Show so gerne ein erfolgreicher Rock-Star werden möchte. Bevor es dazu kommt, muss er allerdings – wir ahnen es von Anfang an – ulkige Hindernisse durchstehen, die aber alles andere als ulkig, geschweige denn lustig, geschweige denn originell, geschweige denn pointiert oder gar unterhaltsam sind. Sondern nur als elender Zeit-Ballast von wenigstens nur knapp Anderthalbstunden total langweilt. Übrigens: Natürlich, wir befinden uns ja in einer deutschen Vollpfosten-Komödie, wird auch hier – auch ohne Schweiger/Schweighöfer – kräftig gekotzt. Genau: Zum Kotzen.

Dabei mischen außerdem mit: Deutsche, Türken, Deutsch-Türken, Nazis, eine dauerhaft-überdrehte Sammy-Schwester (Josefine Preuß), eine eindimensional-bekloppt-arrogante Label-Luzie (Sabrina Setlur) und Kurzauftritte von Worthülsen-Hanseln wie Olaf Schubert, Tom Gerhardt und Bernhard Brink. Sowie ein Sammy-Kumpel namens Wolle (Paul Faßnacht). Und der sagt einmal mittendrin den erlauchten Satz: „Das ist so erbärmlich!“ Was so was von stimmt (= 1 PÖNI; weil Nazis verarscht & verdroschen werden).

P.S.: An der steuerlichen Finanzierung dieses Film-FilmFilm-FilmFilm-Films waren beteiligt = die Film- und Medienstiftung NRW; der FilmFernsehFonds Bayern sowie der Deutsche Filmförderfonds.