THE BOSS BABY

„THE BOSS BABY“ von Tom McGrath (USA 2014-2016; B: Michael McCullers; nach Motiven des gleichn. Bilderbuchs von Marla Frazee; M: Hans Zimmer; 97 Minuten); na ja – die Animations-Idee ist ja einigermaßen originell: Dem jungen Tim gefällt es als Einzelkind im Hause seiner Eltern, er wird geliebt, umsorgt, und so soll(te) es auch ruhig weitergehen. Doch dann taucht „ES“ auf. Besser: Er. Der kleine Bruder. Der sich bald als Nervensäge und sprechendes „Boss Baby“ herausstellt. Ein kleiner Bubi mit überdimensionalem Kopf. Mit Schnuller und: mit Aktenkoffer und (himmlischer?) Mission. Nämlich herauszubekommen, warum die Menschen sich derzeit immer mehr für süße Hundewelpen und gegen eigene Babys entscheiden. Irgendetwas ist in gesellschaftliche Unordnung geraten. Deshalb ist Baby Boss unterwegs.

Erst kabbeln, dann verbünden. Es dauert so seine Weile, bis sich die beiden Kontrahenten im gemeinsamen Ermittlungskampf einig sind. Bis dahin wird viel palavert, werden einige hübsche Gags abgelassen (um die bzw. mit den nichts ahnenden Erwachsenen), um dann gegen das marktbeherrschende Unternehmen „PuppyCo“ anzutreten, dessen Chef hier seine gierigen Profit-Hände auszuweiten beabsichtigt.

Läuft Computer-puppig durch. Ist aber weder launiger Fisch noch ulkiges Fleisch. Die Einfälle: na ja. Heißt: Nix dolles an der Trick-Front. Und die Pop-Kultur aus den 1970er Zeiten (= Schnüre-Telefon, Kassettenrecorder, Fussel-Band), geschenkt. Der Spaß will nicht funktionieren: „The Boss Baby“ gehört zur Aminations-Marke lau (= 2 PÖNIs).