TATORT: Die Liebe, ein seltsames Spiel (21.5.2017)

Quelle: Das Erste

Erst vor drei Wochen, am Sonntag, den 30. April 2017, haben sie – übrigens Jubiläum: zum 75. Mal seit ihrer Erst-Folge, ausgestrahlt am 1.1.1991 – im Fall „Der Tod ist unser ganzes Leben“ ermittelt. Am Schluss dieses rasanten Thrillers mit Kino-Geschmack war das „intime“ Vertrauensverhältnis zwischen den beiden Münchner Ermittlern Franz Leitmayr (UDO WACHTVEITL) und Ivo Batic (MIROSLAV NEMEC) reichlich erschüttert. Und auch physisch waren sie ganz schön ramponiert.

Für die 1022. ARD-„Tatort“-Episode, Titel: DIE LIEBE, EIN SELTSAMES SPIEL“, Drehbuch: Katrin Bühlig; Regisseur: der Kino-erprobte Rainer Kaufmann („Die Apothekerin“/1997) mit seinem zweiten Münchner „Tatort“, sind sie wieder fit und können weiter zusammen ermitteln. Allerdings: Anfangs gönnt sich der Kroate Ivo eine private Auszeit. Mit der flotten (verheirateten) Josi. Deshalb kommt er auch etwas später zum Tatort. Eine junge attraktive Frau wurde ermordet. Stark verdächtig: Ein smarter Architekt (MARTIN FEIFEL), der es mit mehreren Mädels treibt, von denen zwei auf nicht-natürliche Weise ums Leben kommen. Dieser „Stecher“ (nach Andrea Kiewel/ZDF) ist es aber natürlich nicht; um 21.08 Uhr kriegen wir bereits – gedanklich sehr deutlich – die Täterin des letzten Mordes serviert. Wobei wir das Darsteller-Opfer, JULIANE KÖHLER als Dr. Andrea Slawinski, bereits aus den Kölner „Tatort“-Fällen kennen: Dort ist Juliane Köhler in der Rolle als Lydia Rosenberg auch als Psycho-Tante und zugleich auch als Geliebte von Klaus J. „Ballauf“ Behrendt zugange. Diese „Doppel-Besetzung“ dort und hier wirkt nicht ganz geglückt. Im Übrigen: Die dann weitere (Auf-)Lösung am Ende-hier erweist sich als wirr, unverständlich, nicht klar und deutlich erklärt.

Nach neulich konsequenter Münchner Härte, ging es nun wieder „bayerischer“, also sanfter, konventioneller, gemütlicher zu. Der neue Bayern-„Tatort“ gab sich lässig-emotional. Fazit: Als so eine solide Passt‘ schon – Vor-Sommerabend-Krimi-Stimmung (3 PÖNIs).