Tatort: FANGSCHUSS (02.04.2017)

Mit der ARD-„Tatort“-Folge 511, Titel: „Der dunkle Fleck“, begann am 20. Oktober 2002 die TV-Erfolgsgeschichte mit den beiden Münsteraner Ermittlern – Kriminalhauptkommissar Frank Thiel (AXEL PRAHL) und Rechtsmediziner Professor Dr. Dr. Karl Friedrich Boerne (JAN JOSEF LIEFERS“). Die Folge hieß „Der dunkle Fleck“, die Autoren waren Stefan Canz und Jan Hinter, der Regisseur war Peter F. Bringmann; der Film wurde für den renommierten „Adolf Grimme Preis“ nominiert. Die beiden Autoren von damals, Stefan Canz und Jan Hinter, haben seitdem für insgesamt 11 Folgen die Drehbücher „für Münster“ verfasst. So auch für den heutigen, den insgesamt 1017. „Tatort“ und die 31. Ausgabe mit diesen beiden spleenigen Typen. Titel: „Fangschuss“.

Es ist der bislang schlechteste Münster-„Tatort“ überhaupt.

1.) Eine völlig durchsichtige, vorhersehbare, schlaff konstruierte läppische Plapper-Story. Völlig spannungslos.

2.) Mit einem Boerner, der nur Interesse nur am Jäger-Diplom und an dem Erhalt seiner Haare hat. Banal.

3.) Mit einem Thiel, der auf eine „plötzliche blauharige Tochter“ trifft und sich gegenüber ihr und dem Fall dämlicher als naiv-dämlich anstellt. Blödsinnig.

4.) Mit einer nur nervenden, altklugen, viel-nuschelnden kriminellen Tochter-Göre (Janina Fautz), die mit dussligen Sprüchen wie „Das Leben ist kein Ponyhof“ oder „Das Leben ist kein Wunschkonzert“ hantiert. Fürchterlich.
Aus der oftmals pointierten verbalen Ironie-Zwietracht zwischen Thiel & Boerner ist ein mürrisches, unlustiges negatives Gefasel geworden. Entsetzlich.
Dieser heutigen „Tatort“ war – vergleichsweise – eine hirnrissige „Tatort“-Krimi-Beleidigung.

Diese Autoren und der Regisseur, der vor 14 Jahren mit „Dreimal schwarzer Kater“ schon mal eine Münster-Folge inszenierte, sollten hierfür endgültig verspielt haben (= 1 PÖNI; für die immer taffe ChrisTine „Alberich“ Urspruch).