LUX – KRIEGER DES LICHTS

„LUX – KRIEGER DES LICHTS“ von Daniel Wild (B + R; D 2017; K: Yannick Bonica; M: Bastian Emig; 104 Minuten); in der hiesigen Filmbranche ist man oft verzweifelt  – von wegen der zu vielen „Nicht-tauglichen“ deutschen Spielfilme. Im Kino, obwohl sie besser nur im Fernsehen aufgehoben wären. Dies ist wieder einmal solch ein Beispiels-Streifen. Ein biederer Berliner Typ Normalo namens Torsten aus einer Marzahner Plattenhaussiedlung (FRANZ ROGOWSKI) hat es sich in den Kopf gesetzt, „Mehr“ sein zu wollen vor allem: zu machen, als täglich nur als Packer in einem Gemüsegroßmarkt zu arbeiten. Also zwängt er sich nach Feierabend und am Wochenende in eine Art Alt-Kleider-Helden-Kostüm, um „Gutes“ zu tun. Versorgt Obdachlose mit Essen, hilft anderen Bedürftigen. Baut sich verbal immer wieder selber auf. Als das „Journalisten“-Pärchen Jan und Lina auf Torsten stoßen, riechen sie ein Thema und verscherbeln dieses an den gierig-schmierigen TV-Produzenten Rüdiger Brandt (HEIKO PINKOWSKI), der es mit „mehr Sex, mehr Crime, mehr Drama“ annehmen und im TV verramschen will. Natürlich  läuft vieles aus dem Ruder. Dafür fallen Sätze wie „Ich weiß auch nicht, was das ist, ein Held zu sein. Aber ich kann jedem empfehlen, es auszuprobieren“ (Torsten). Oder: Im Erstkontakt gibt es Irritationen“ (Torsten). Oder: „Der hat ein gutes Herz und will sich kümmern“ (sterbenskranke Mutter von Torsten). Und eine Love Story gibt es auch. Auf diesem uninteressanten wie langweiligen „Helden“-Weg.

Marke: Ein Naivling gerät in die schlimmen, schmutzigen Mühlen des Medien-Business und wird dort erst gebrochen und dann verschlungen. Interessante Pfui-Deibel-Ideen mit matten Sätzen, einem mauen Szenario, blassem Film-Schimmer und viel kritischer Unterhaltungsluft nach oben (= 2 PÖNIs).