LIEBE ZU BESUCH

„LIEBE ZU BESUCH“ von Hallie Meyers-Shyer (B + R; USA 2016; Co-Produzentin: Nancy Meyers; K: Dean Cundey; M: John Deney; 98 Minuten); SIE ist schön und blond, hat lange Haare, und lächelt viel. Eigentlich dauernd. Fast immer. Als Alice Kinnney hat sich „Oscar“-Lady REESE WITHERSPOON („Walk The Line“; „Der große Trip – Wild“; 2 x „Natürlich blond“) gerade vom Gatten getrennt, ist mit ihren beiden Töchtern von New York nach Los Angeles gezogen, lebt im schmucken Haus ihres verstorbenen Vaters, einem berühmten Filmregisseur. Zwar möchte sie sich als Innenarchitektin selbständig machen, doch bei den folgenden privaten Turbulenzen muss sie erst einmal schauen, erhitzte Emotionen unter Kontrolle (oder auch nicht) zu bekommen. Schuld daran sind drei mittellose junge Demnächst-Filmer, die sie bei sich aufnimmt (nicht fragen, warum), von denen einer, der gut aussehende Harry, der Vierzigjährigen „ganz besondere Avancen“ macht. Lächelnd geht sie darauf ein. Es geht hin und her, dann steht Papa, der Workaholic aus der New Yorker Musikbranche (MICHAEL SHEEN), plötzlich auf der Matte.

Wir befinden uns beim Schöner-Wohnen-und-Leben-Publikum, deren „Probleme“ überschaubar sind. Manchmal gibt es halt Margarine anstatt Butter als Ration, sonst aber…völlig belanglos. Der Debütfilm der Tochter der berühmten Nancy Meyers („Was Frauen wollen“; „Was das Herz begehrt“; zuletzt: „Man lernt nie aus“ mit Anne Hathaway und Robert De Niro), wirkt schlicht, brav und sonnig-langweilig (1 1/2 PÖNIs).